Anwohner wehrt sich mit Schuss gegen Steinewerfer
Weil junge Randalierer in der Nacht zum Sonntag auch Steine warfen, feuerte ein Anwohner einen Schuss aus einem Gasdruckrevolver ab.

Verletzt wurde bei dem Vorgang aber niemand. Nach Angaben der Polizei meldeten gegen 1.30 Uhr mehrere Anwohner der Carl-Bertelsmann-Straße, der Annenstraße und der Winkelstraße der Leitstelle der Polizei randalierende Personen. Die Anwohner gaben an, Jugendliche grölten auf der Straße herum und würfen mit Steinen. Ein Anwohner, der nach Angaben der Polizei um diese Zeit offenbar nach Hause kam und zu seinem Haus ging, sei von den jungen Männern angepöbelt worden. Im Verlauf der verbalen Auseinandersetzung sei der 32-Jährige nach ersten Ermittlungen offenbar mit Steinen beworfen worden, lautete die Auskunft der Polizei zu dem Vorgang. Der Mann sei am Schienbein leicht verletzt worden.

Gasdruckrevolver abgefeuert

Der Anwohner habe daraufhin eine PTB-Waffe, einen Gasdruckrevolver, für dessen Besitz ein kleiner Waffenschein erforderlich ist, abgefeuert. Die Randalierer seien daraufhin geflüchtet. Im Rahmen der sofort eingeleiteten polizeilichen Fahndung, wurden zwei irakische Männer aus Hameln im Alter von 20 und 24 Jahren von der Polizei in der Nähe der Winkelstraße angetroffen. Sie wurden zur Feststellung ihrer Identität und zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen und verbrachten die Nacht auf der Polizeiwache Gütersloh. Weil beide in Hameln einen festen Wohnsitz haben, wurden sie am Sonntag wieder entlassen.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei ermittelt weiter, was sich in der Nacht genau abgespielt hat. An einem geparkten Mercedes entstand ein Schaden in Höhe von rund 500 Euro. Zeugen, die weitere Angaben zu der Auseinandersetzung und zu dem Verhalten der jungen Männer machen können, sollten sich bei der Polizei unter w 05241/8690 melden.

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