Arbeiten für Windpark Gütersloh starten
Bild: Bojak
Im Januar war eine Fläche am Abzweig Im Füchtei an der Herzebrocker Straße für die Anlieferung gerodet worden. Die Stadtwerke versprechen, jeder Baum werde nachgepflanzt.
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Wenn die Sockel gegossen worden seien, werde es auch einen offiziellen Termin geben. Geplant sei eine Grundsteinlegung. Ende des dritten Quartals sollen die drei Anlagen in Betrieb gehen. Dann würden die Gütersloher zur Eröffnung eingeladen, kündigte der Sprecher an.

Der Kreis Gütersloh hatte die drei Anlagen mit einer Höhe von 170 Metern und einem Rotordurchmesser von 120 Metern im Dezember 2016 genehmigt. Dagegen haben Anwohner zwei Klagen eingereicht, wie der Kreis am Montag bestätigte. Seitens des Verwaltungsgerichts gebe es noch keinen Termin, sagte Herrmann. Er gehe davon aus, dass planmäßig gebaut werde. Der Baufortschritt soll mit einer Webcam im Internet dokumentiert werden. Außer den Klagen hatte es rund 800 Unterschriften gegen das Vorhaben gegeben.

Die drei Windkraftanlagen sollen jährlich etwa 16,8 Millionen Kilowattstunden Strom liefern. Das würde laut Stadtwerken den Bedarf von rund 5000 Haushalten decken. Dafür nehmen sie zwölf Millionen Euro in die Hand. Die Standorte auf den Flächen zweier Landwirte werden gepachtet.

Geschäftsführer Ralf Libuda: „Mit hohen Investitionen in erneuerbare Energien leisten die Stadtwerke Gütersloh einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit in unserer Stadt – die Windkraft hat dabei für uns einen sehr hohen Stellenwert.“

2011 hatten die Stadtwerke als erstes Projekt die Beteiligung am Windpark in Harsewinkel mit den Stadtwerken Osnabrück und dem Hersteller Enercon verwirklicht. Mit den Stadtwerken Bielefeld sind die Gütersloher zu je 50 Prozent am Windpark Ostwestfalen auf der Marburg an der A 2 bei Herzebrock-Clarholz beteiligt (fünf Anlagen).

Im Windpark Hasselbach entstehen derzeit zwei Anlagen auf Bielefelder und eine auf Verler Gebiet, an denen die Stadtwerke Bielefeld und Gütersloh je zu 50 Prozent beteiligt sind. Außerdem halten die Stadtwerke Gütersloh Anteile am Windpark Schwaförden in Niedersachsen.

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