Architekten stellen Quartiers-Pläne vor
Ansicht: Jost Hauer
Ansicht von der Eickhoffstraße: Links im Bild ist Block F zu sehen, rechts Block E.
Ansicht: Jost Hauer

Das rund 6000 Quadratmeter große Gelände im Winkel von Eickhoff- und Friedrich-Ebert-Straße hat der Bauträger Geno/G eins im April 2016 vom Vorbesitzer Ludger Westkämper gekauft. Dahinter stehen die Volksbank und der Architekt Hauer. Dort wird jetzt das Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs umgesetzt, den Hauer und Heitmann 2014 gewonnen hatten.

Vorgesehen sind drei Gebäudeblöcke mit bis zu fünf Geschossen. Das ehemalige Möbelhaus sowie das Gebäude mit dem Nachtclub werden abgerissen. Das ehemalige Hotel am Rathaus wird bis auf die Stahlbeton-Konstruktion entkernt und in den Block F integriert.

Gut die Hälfte der Flächen sind als Wohnraum angedacht

Das gesamte Vorhaben soll „in einem Bauabschnitt und aus einen Guss“ durchgeführt werden, sagte Geno-Geschäftsführerin Heike Winter am Abend. Baubeginn soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 sein.

Von rund 10.000 Quadratmetern Nutzfläche seien 50 Prozent für Wohnen vorgesehen (68 Wohnungen) und der Rest für Büro- und Dienstleistungsflächen. Einzelhandel spiele keine Rolle mehr. Außerdem ist im Block E an der Eickoffstraße ein Boardinghaus mit 18 Wohneinheiten geplant. Der Kaufpreis für die Wohnungen werde etwa 3000 Euro je Quadratmeter betragen, so Winter. Die Wohnungen liegen in Gebäudeteilen, die von der Friedrich-Ebert-Straße abgewandt sind.

Tiefgarde mit 140 Stellplätzen entsteht unterhalb der Gebäude

Unter den Gebäuden entsteht eine gemeinsame Tiefgarage mit 140 Stellplätzen. Ein- und Ausfahrt liegen an der Friedrich-Ebert-Straße. Zugänge zum Viertel gibt es von der Friedrich-Ebert- und der Eickhoffstraße. Wie Raimund Heitmann betonte, reiche die Tiefgarage nicht bis unter den öffentlich zugänglichen Rosenplatz, so dass dort auch große Bäume Platz fänden.

Die Bauanträge sollen in der ersten Hälfte 2018 gestellt werden. Als Bauzeit veranschlagt Walter Hauer gut zwei Jahre. Eine Investitionssumme wollte der Architekt auf Nachfrage nicht nennen. Sie dürfte 20 Millionen Euro deutlich übersteigen.

„Straßenbild wird sich positiv verändern“

Thomas Sterthoff, Vorstandssprecher der Volksbank Bielefeld-Gütersloh, zu der die Immobilien-Tochter Geno gehört, sagte, am Ende müsse sich das Projekt rechnen. Das Straßenbild werde sich positiv verändern.

Bürgermeister Henning Schulz (CDU) dankte allen, die bei diesem Quartier einen langen Atem gehabt hätten und nicht einem Shopping-Center hinterhergelaufen seien. Die Pläne für ein Einkaufszentrum waren vor zehn Jahren der Auslöser dafür, sich mit dem Quartier zu befassen.

Die Gebäude

Block F: entlang Friedrich-Ebert-Straße und Eickhoffstraße; 36 Wohnungen mit Größen von 50 bis 128 Quadratmetern; Büro-, Praxis-, Gastronomie- und Einzelhandelsflächen mit 85 bis 1800 Quadratmetern.

Block A: von der Friedrich-Ebert-Straße zum Rosenplatz; 27 Wohnungen mit Größen von 57 bis 155 Quadratmetern; Büro- und Praxisflächen mit 110 bis etwa 700 Quadratmetern.

Block E: entlang der Eickhoffstraße; fünf Wohnungen mit 62 bis 180 Quadratmetern, zwei Geschosse mit je neun Wohneinheiten von 27 bis 43 Quadratmeter als Boardinghouse; eine Gastronomiefläche mit 500 Quadratmetern im Erd- und Untergeschoss.

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