Assyrer treten in den Hungerstreik
Bild: Frielinghaus
Mit einem Hungerstreik beteiligen sich die Assyrer und Jesiden aus Gütersloh und Umgebung an einer weltweiten Aktion zum Gedenktag am Völkermord an syrischen Christen in der Türkei im Jahr 1915. Sie fordern, dass die türkische Regierung den Genozid anerkennt.
Bild: Frielinghaus

Drei Tage wollen Assyrer/Aramäer und Jesiden aus Gütersloh und Umgebung an den Assyrischen Genozid, die Vertreibung von Nichtmuslimen aus der Türkei und die Zerstörung von Kirchen, Klöstern sowie bedeutenden Schriften erinnern. Außerdem fordern sie die türkische Regierung auf, den Völkermord von 1915 anzuerkennen und Aufarbeitungsarbeit zu leisten.

Deutliche Botschaft

Die Botschaft der Demonstranten ist deutlich: Auf Spruchbändern und Tafeln steht „Türkei, wie lange noch leugnen?“ und „Türkei: schuldig des Völkermords“. „Unser Hungerstreik ist ein Protest gegen die Verleumdung des Genozids von 1915 an den Assyrern, Jesiden und anderen Völkern seitens der türkischen Regierung“, sagt Aho Hanna, Vorsitzender des Assyrischen Kulturvereins Gütersloh. Außerdem wollen er und seine Mitstreiter über ihr Anliegen und ihre Kultur informieren.

Rund 20 Teilnehmer

Bereits zum zweiten Mal treten Aho Hanna und rund 20 weitere Demonstranten in den Hungerstreik. Dafür haben sie ein Zelt auf dem Konrad-Adenauer-Platz aufgestellt, in dem sie bis Samstag Vorträge halten und zudem übernachten werden. Zum ersten Mal beteiligen sich auch Jesiden an der Aktion in Gütersloh.

Organisiert hat den Streik der Assyrische Kulturverein Gütersloh in Kooperation mit dem Ezidischen National Verband und der Suroyo Demokratischen Partei. Mit dem Hungerstreik beteiligen sich die Gütersloher Vereine an einer weltweiten Aktion.

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