Asylbewerber bedroht Angestellte
Die Polizei nahm den 33-Jährigen vorläufig fest.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wollte er am vergangenen Samstag in einem Getränkemarkt an der Friedrichsdorfer Straße in Avenwedde-Bahnhof gegen 12.40 Uhr zwei Dosen Bier stehlen. Dabei beobachtete ihn ein Mitarbeiter des Markts. Nachdem der Verdächtige den Markt verlassen hatte, sprach ihn der Angestellte vor dem Gebäude auf den Diebstahl an. Ein zweiter Mitarbeiter kam hinzu. Trotzdem ging der Asylbewerber nach Schilderung im Polizeibericht unbeirrt weiter.

Als die Angestellten den 33-Jährigen schließlich aufforderten, in dessen Rucksack sehen zu dürfen, öffnete er ihn und nahm eine Bierflasche heraus, die laut Polizei nicht aus dem Geschäft stammte. „Diese Flasche zerschlug der Beschuldigte an einem Zaunpfahl und ging damit in bedrohlicher Art und Weise auf die beiden Mitarbeiter des Einkaufsmarktes zu“, heißt es im Polizeibericht. Anschließend habe der Mann seinen Weg fortgesetzt.

Parallel zu diesem Geschehen wurde über den Polizeiruf 110 Hilfe gerufen. Die Beamten trafen den Beschuldigten an der Kreuzung von Nordhorner und Isselhorster Straße an und nahmen ihn vorläufig fest. Sie brachten ihn zur Polizeiwache nach Gütersloh zwecks weiterer Ermittlungen. Außerdem prüfte das Kreisgesundheitsamt erneut, ob eine Unterbringung infrage kommen würde. Fazit: Die Voraussetzungen zur zwangsweisen Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik „lagen jedoch nicht vor“. Der Mann befindet sich wieder auf freiem Fuß. Es wurde aber Ermittlungsverfahren wegen räuberischen Diebstahls eingeleitet.

Am 10. Oktober hatte der Asylbewerber die Hauptstelle der Sparkasse am Konrad-Adenauer-Platz aufgesucht, um Geld von seinem Konto abzuheben. Weil er kein Guthaben hatte, verweigerte ein Bankangestellter die Auszahlung. Daraufhin verließ der 33-Jährige das Geldinstitut und kehrte kurz darauf mit einer Holzlatte zurück, mit der er den Mitarbeiter bedrohte. Kollegen informierten die Polizei.

Weil der Mann den Beamten verstört erschien, ließen sie eine Einweisung prüfen. Der Voraussetzungen lagen aber nicht vor, der Mann konnte in seine Unterkunft zurückkehren. Allerdings erließ der Sparkassen-Vorstand – wie in solchen Fällen üblich – ein Hausverbot.

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