Aufbruch bei der Michaeliswoche
Bild: Dinkels
Mit neuem Leben wollen die beiden Vorsitzenden Gabriele Conert und Matthias Trepper den Verein Michaeliswoche füllen. Vorn ist das Plakat zum „Tag der Vereine“ zu sehen. 
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Eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 21. Juli im Saal des Hotels Appelbaum brachte neuen Schub. An die 50 Vertreter Gütersloher Vereine trugen sich in die Listen ein. „Sie haben uns das Signal gegeben: Macht unbedingt weiter“, berichten Conert und Trepper im Gespräch mit der „Glocke“. Erste Aufgabe: Bis zur regulären Mitgliederversammlung im November soll eine neue Satzung erarbeitet werden. Die alte stammt von 1977 und ist schon aus rechtlichen Gründen nicht haltbar: Sie erklärte alle Gütersloher Vereine automatisch und ungefragt zu Mitgliedern. Künftig sollen die Vereine Vertreter entsenden. Auch über eine Beitragsmöglichkeit soll nachgedacht werden.

Kosten im Blick behalten

Kart-Rennen wird gestrichen

So soll der traditionelle Umzug mit den Vereinen wiederbelebt werden. Der in diesem Jahr ausgefallene Wettbewerb „Gütersloher Straßenfiffi“, ehemals Teil des Straßenzaubers, soll nächstes Jahr auf dem Dreiecksplatz in die Michaeliswoche integriert werden. Auch den Mittelstandsempfang der Stadt möchten sie dafür gewinnen. Ein Stadtschützenfest scheitert zurzeit am geringen Interesse der Schützenvereine. Anderes ist noch nicht spruchreif. Endgültig verabschiedet hat sich der Vorstand vom Kart-Rennen in der Innenstadt. „Zu teuer und zu aufwendig“, sagt Trepper. Die Kosten in fünfstelliger Höhe seien zwar zum Teil durch Startgebühren finanziert worden, aber eben nicht ganz. Auch die Laufveranstaltung „Sparkassen City-Classics“, bisher Auftakt der Michaeliswoche, findet nicht mehr statt. Die Sparkasse unterstützt stattdessen den Pfingstlauf des Postsportvereins Gütersloh.

Die Organisation der bevorstehenden Michaeliswoche liegt weitgehend in den Händen von Gütersloh Marketing. Der Verein, der 2011 laut Trepper einen städtischen Zuschuss von noch 16 000 Euro für die „kleine“ Michaeliswoche erhält, zahlt für die Dienstleistung. Für die Festwoche im nächsten Jahr mit großem Programm soll es wieder 32 000 Euro geben. Der Vorstand will, unterstützt von Heidi Ostmeier und Christian Schröter, die Veranstaltungen wieder stärker in die eigenen Hände nehmen – soweit es die Zeit erlaubt. Trepper: „Wir müssen sehen, dass wir die Kosten im Auge behalten. Wir wollen das Fest machen und das Geld nicht für die Organisation ausgeben.“ Reserven habe der Verein nicht. Ideen gibt es hingegen genug.
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