Aus einer verrückten Idee wird der Schenkenhof
Bild: Steinecke
Begrüßten die Gäste: (v. l.) Janik, Annemarie und Lisa Schenke, Barbara und Thomas Hagedorn, Reiner Schenke und Jeanette Hölscher-Schenke sowie Rolf Schenke.
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„Die sind verrückt. Das ist mir eingefallen, als ich gehört habe, dass Hagedorn die ehemalige Gaststätte Upmann gekauft hat“, sagte Schulz auf der Bühne des Saals im Schenkenhof. Er kenne kein schwierigeres Grundstück in Gütersloh: Im Regionalplan ausgewiesen als Natur- und Landschaftszone, Überschwemmungsgebiet, Baudenkmal – um nur einige Faktoren zu nennen, die einem Bauherren das Leben schwer machen können. „Ich bewundere Ihren Mut“, wandte sich Schulz an Thomas Hagedorn und Reiner Schenke, als die Köpfe der Mannschaft, die am Ende innerhalb eines halben Jahres eine baufällige Ruine in ein Schmuckstück verwandelt hat. Anschließend überreichte der Bürgermeister die offizielle Baudenkmal-Plakette.

„Irgendetwas geht schon.“

Mehr als 100 Gäste durften am Donnerstag einen Blick in die restaurierte, modernisierte und erweiterte ehemalige Gaststätte Upmann werfen, die jetzt Schenkenhof heißt. Dass sich aus einer verrückten Idee ein wunderbares Projekt ergeben kann, haben am Ende alle unter Beweis gestellt. „Als wir das Objekt 2016 gekauft haben, konnten wir uns noch nicht vorstellen, dass es so schön wird“, sagte Thomas Hagedorn. „Aber wir waren überzeugt: Irgendetwas geht schon.“ Mit der Familie Schenke sei der ideale Pächter in die Immobilie eingezogen, betonte Hagedorn. Und die Handwerker – 23 Firmen, alle aus der Region – sowie das Architekturbüro Grube hätten großartige Arbeit geleistet.

Bauherr hat nicht permanent gestört

Architekt Andreas Grube pflichtete Hagedorn bei und gab das Lob zurück. Die Handwerkertruppe sei in der Form einzigartig. „Was hier entstanden ist, ist großes Verdienst der Handwerker“, sagte Grube. „Aber auch der Bauherren. Bei so einer Aufgabe muss der Bauherr uns machen lassen. Er darf nicht permanent stören.“

Ab Montag ist der Schenkenhof geöffnet

Dass alle Beteiligten offenbar Hand in Hand gearbeitet haben und jeder den Experten auf dem jeweiligen Gebiet vertraut hat, davon konnten sich die Gäste am Donnerstag überzeugen. Auch das Küchenteam um Karl Bagnutzski gab eine Kostprobe seines Könnens. Grünkohlsalat mit gezupfter Ente, Beluga-Linsensüppchen, Tonkabohnenmousse und weitere Leckereien durften probiert werden. Ab Montag öffnet der Schenkenhof für alle seine Türen. Hagedorn gab der Pächterfamilie Schenke eine liebevolle Bitte mit auf den Weg: „Passt gut auf die Hütte auf.“

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