Ausbildung in spezieller Demenz-Wohnung
Bild: Neitemeier
Gelbe Fliesen in der Dusche: ZAB-Prokuristin Cordula Kramer an der Brüstungswand im Bad, hinter der Zuschauer die praktische Ausbildung im Demenz-Bad verfolgen können, ohne den Betrieb zu stören.
Bild: Neitemeier

Die Akademie nutzt dafür die seit Januar auf dem Gelände des LWL-Klinikums in Gütersloh laufende grundlegende Sanierung des Hauses 22. Das dreigeschossige, denkmalgeschützte Gebäude mit kleinen Fachwerkgiebeln ist die Keimzelle der ZAB. 1996 startete man dort unter dem Namen Zentrale Ausbildungsstätte für Pflegeberufe (ZAP). Seitdem ist die gemeinnützige und von fünf Krankenhäusern der Region getragene Einrichtung mit dem Schwerpunkt der Ausbildung von Gesundheits- und Krankenpflegern kontinuierlich gewachsen und nutzt inzwischen vier Häuser der früheren Westfälischen Klinik an der Fritz-Blank-Straße.

Drei Gebäude sind in den vergangenen Jahren von der Westfälisch-Lippischen Vermögensverwaltungsgesellschaft (WLV) saniert und in Abstimmung mit der ZAB mit moderner Unterrichtstechnik ausgestattet worden. Die Räume können auch von interessierten Dritten angemietet und genutzt werden. Zu Lehrzwecken wurden unter anderem auch ein Krankenzimmer und ein Operationssaal eingerichtet. Zuletzt entstand im Haus 15, in dem früher die Klinik-Küche und später die Arbeitslosenselbsthilfe Gütersloh untergebracht waren, eine Intensivstation. Mit dem Abschluss der Sanierung des markanten Eingangs-Gebäudes, zu dessen Inbetriebnahme im November 2013 NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) nach Gütersloh kam, war der Weg frei für die Renovierung von Haus 22.

„Da musste dringend etwas gemacht werden. Die Räume entsprachen nicht mehr den Anforderungen unseres Ausbildungsbetriebs“, sagt ZAB-Prokuristin Cordula Kramer. Für rund 1,2 Millionen Euro bringt die WLV derzeit das stattliche Bauwerk mit fünf großen Seminar- und mehreren Gruppenräumen auf Vordermann. Neue Sprossenfenster, andere Türen, frischer Anstrich, EDV- und Elektrokabelkanäle, fest unter der Decke installierte Beamer sowie ein veränderter Eingangsbereich mit einem kleinen Vorplatz – die Liste der Arbeiten ist lang. Überall sind Handwerker aktiv: Maler, Maurer, Trockenbauer, Lüftungstechniker und Landschaftsgärtner.

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