Autobahnbrücke vorzeitig gesperrt
Bild: Steinecke
Die Tage der Brücke sind gezählt: Voraussichtlich bis Ende Oktober müssen Auto- und Radfahrer, wenn sie die Autobahn überqueren wollen, wegen der Baustelle am Brockweg eine Umleitung nehmen. Auf der Gütersloher/Wiedenbrücker Straße ist der vermehrte Verkehr bereits deutlich zu spüren.
Bild: Steinecke

Verantwortlich für Abriss und Neubau der Brücke ist der Landesbetrieb Straßen NRW. Der informierte erst am Freitag in einer Mitteilung, der Brockweg (Kreisstraße 3) sei seit Mittwoch, also dem 12. März, gesperrt. Wegen der Umleitung verwies Sprecher Markus Miglietti auf die Stadt Gütersloh. Zu den Hintergründen könne er nichts sagen.

„Wir sind nur die Ordnungsbehörde“, sagte Margarete Thieme, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Ordnung im Rathaus. Sie bestätigte, dass auf Antrag der Firma Elektro Prange die für den 17. März vorgesehene Sperrung auf den 13. März vorgezogen worden sei. Sie gilt bis zum 7. November. Öffentlichkeitsarbeit und Umleitung seien nicht Sache der Stadt, sondern von Straßen NRW, so Thieme.

Bei der Firma Prange in Dortmund, die die Absperrung und Sicherung der Baustelle übernimmt, hieß es, die Baufirma Scheidt aus Herford benötige länger für die vorbereitenden Erdarbeiten. Deshalb sei die Straße früher gesperrt worden.

Ganz außen vor, obwohl es sich um eine Kreisstraße handelt, ist die Kreisverwaltung. Sprecher Jan Focken sagte am Freitag: „Wir sind für die Sperrung nicht zuständig und haben heute Morgen selbst erst in Erfahrung bringen müssen, warum die Absperrbaken da schon stehen. Der Abrisstermin war uns bekannt. Warum die Absperrung da schon früher steht, können wir uns nicht erklären.“

Eine Umleitung ist ausgeschildert über die Linteler, Neuenkirchener und Varenseller Straße. Tatsächlich weichen schon jetzt viele Autofahrer über die B 61 aus.

Wie berichtet, soll die Spannbetonbrücke in der Nacht vom 22. auf den 23. März abgerissen werden. Dazu wird auch die Autobahn auf dem Teilstück gesperrt. Die neue Brücke wird wegen eines Rad- und Gehwegs breiter und soll 1,8 Millionen Euro kosten. Davon zahlt der Kreis 600 000 und der Bund 1,2 Millionen Euro. Am 22. August sollen die neuen Brückenteile auf die Pfeiler gelegt werden. Ende Oktober soll der Brockweg wieder befahrbar sein.

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