Autohaus Mense schließt Lücke am Stadtring
Bild: Dinkels
Erweitern das Angebot am Gebrauchtwagenstandort am Stadtring Nordhorn: (v. l.) Ein- und Verkaufsleiter Tobias Jankowski, der technische Leiter Paul Rempel und Inhaber Matthias Mense vor dem ehemaligen Autopavillon.
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So wird ein neuer „Economy Service“ eingerichtet, ein Werkstatt-Service für ältere Fahrzeuge. „Wir wollen wieder mehr Kunden erreichen, die nicht mehr zu Volkswagen kommen“, sagte der geschäftsführende Inhaber Matthias Mense (53) am Donnerstag. Viele nutzten wegen der Kosten freie Werkstätten für ältere Autos. Es gehe nun darum, einen altersgerechten Service anzubieten, bei dem repariert werde, was notwendig sei, und nicht gleich das ganze Auto restauriert werde. Abhol- und Bringdienst sowie Autowäsche seien zwar möglich, müssten aber extra bezahlt werden.

„Wir bieten eine Beratung, die qualitativ zum Fahrzeug passt“, so Mense. Als erster Händler in der Region habe man einen solchen Service-Vertrag mit Volkswagen abgeschlossen.

Außer Reparaturen will Mense die neue Fläche nutzen, um „Einsteigerfahrzeuge“ zu verkaufen, also preisgünstige Gebrauchte zwischen 2000 und 10 000 Euro. Das Geschäft habe man sich von den Aufkäufern abnehmen lassen und wolle es nun zurückholen, sagte Mense.

Schließlich will der Autohändler auch in das Geschäft mit Young- und Oldtimern einsteigen. Wegen des niedrigen Zinsniveaus gebe es dort eine attraktive Preisentwicklung, sagte Mense. Vertriebsleiter Tobias Jankowski: „Es geht dabei nicht nur um hochpreisige Fahrzeuge, sondern auch um Einsteigermodelle wie Käfer und Golf.“ Mense will sich in diesem Segment zwar auch auf Audi und Volkswagen konzentrieren, aber auch markenübergreifend anbieten. Kunden dürfen ihre Fahrzeuge zum Verkauf ausstellen.

Das Gelände des Autopavillons umfasst 3600 Quadratmeter mit 1500 Quadratmetern Ausstellungs- und Werkstattfläche. Sechs Reparaturplätze stehen zur Verfügung. Vor drei Jahren, als Mense nebenan bei Fischer Fertigungstechnik eine Ausstellungsfläche befestigte, war der Autopavillon gleich mitverkabelt worden. Jetzt seien nur wenige Umbauten und etwas Farbe notwendig gewesen, sagte Mense.

Mit dem Lückenschluss verfügt Mense am Stadtring Nordhorn für den Gebrauchtwagenbereich über gut 24 000 Quadratmeter Fläche. Der Händler nutzt seit einigen Jahren auch das Gelände des ehemaligen Tiefbauunternehmens Rogge für die Gebrauchtwagenanlieferung. Das Gebrauchtwagenzentrum auf dem Eckgrundstück hatte Mense 2006 eröffnet.

Neubau für Audi

Nach dem Gebrauchtwagenstandort will Mense auch das Thema Neuwagen angehen. So will er noch in diesem Jahr auf dem Grundstück an der Ecke Franz-Birkhan-Ring/Goethestraße gegenüber dem Nordbad mit dem Bau eines neuen Audi-Terminals beginnen, wie intern die Vertriebszentren genannt werden. „Ende Dezember soll die Bodenplatte liegen“, sagte Matthias Mense. Zuvor muss das Eckhaus abgerissen werden. Nach einer ersten Kalkulation gehe er von Kosten in Höhe von 2,5 bis 3 Millionen Euro aus. Fahrzeuge der Marke Audi sollen dann nur noch dort verkauft werden.

Der freiwerdende Bereich an der Gneisenaustraße werde nach dem Umzug komplett für Volkswagen genutzt. Auch dort seien Umbauten vorgesehen. Die müssten mit der Stadt abgestimmt werden, weil die Kommune die Gneisenaustraße erneuern wolle.

Die Zahl der verkauften Autos pro Jahr bezifferte Mense auf rund 6500, davon 2000 Neu- und 4500 Gebrauchtwagen. Die Belegschaft ist inzwischen auf 265 Mitarbeiter angewachsen.

2015 hatte Mense an der Verler Straße die Immobilie des Autohauses Lenz (Mazda) gekauft. Dort werden Nutzfahrzeuge und Freizeitmobile verkauft. Insgesamt verfügt Mense nach eigenen Angaben nunmehr  über fast 65 000 Quadratmeter Ausstellungs-, Werkstatt-, Lager- und Büroflächen.

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