BMW-Fahrer auf A2 schwer verletzt
Bild: Eickhofff
Schwer verletzt worden ist am Sonntagabend ein Pole, der beim Überholen auf der A2 bei Gütersloh mit seinem BWM unter einen Lkw-Auflieger geraten war.
Bild: Eickhofff

Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei Stukenbrock war der Fahrer eines in Polen zugelassenen BMW zunächst auf der mittleren Fahrspur in Richtung Dortmund unterwegs, als er in Höhe des Parkplatzes „Heidenplatz“ an der Brücke Spexarder Straße einen vor ihm fahrenden Pkw überholen wollte. Statt wie vorschriftsmäßig auf die linke Fahrspur zu wechseln, wollte der Mann über den rechten Fahrstreifen an dem anderen Verkehrsteilnehmer vorbeifahren. Dabei übersah er allerdings den dort fahrenden Lkw einer Spedition aus Ennigerloh-Ostenfelde. Der BMW fuhr offenbar bis zur letzten Hinterachse unter den Auflieger, Fahrzeugteile wurden abgerissen und schleuderten quer über die Autobahn.

Der eingeklemmte Pole wurde mit einer Crash-Rettung aus seinem Fahrzeug befreit, unter anderem erlitt er schwere Kopfverletzungen. Der Lkw-Fahrer konnte erst nach etwa 100 Metern sein Gefährt auf dem Standstreifen zum Stehen bringen. Ein Seat und ein weiterer BMW wurden von umherfliegenden Trümmerteilen getroffen, die Fahrerin des Seat erlitt dadurch einen leichten Schock. Der zweite BMW-Fahrer sowie der Lkw-Fahrer blieben unverletzt.

Noch während der Anfahrt der Rettungskräfte aus Bielefeld, so berichtete es Feuerwehr-Einsatzleiter Jörn Bielinski, wurde der Schwerstverletzte von mehreren Rettungsdienstmitarbeitern der Biekra Krankentransport GmbH sowie der Düsseldorfer Feuerwehr behandelt, die zufällig vor Ort waren. Ausdrücklich lobte Bielinski die Autofahrer, die nach dem Durchfahren der ersten Einsatzfahrzeuge die Rettungsgasse auch freigehalten hätten.

A2 Richtung Dortmund war Inder Nacht gesperrt

Die Polizei sperrte die Richtungsfahrbahn Dortmund zunächst für 90 Minuten während der Rettungsarbeiten komplett. Der Verkehr wurde bereits im Kreuz Bielefeld auf die A33 abgeleitet. Der Fernverkehr wurde bis gegen 3 Uhr aufgefordert, über die A33 und A44 weiter Richtung Dortmund zu fahren. Die im etwa drei Kilometer langen Rückstau stehenden Fahrzeuge konnten später über den linken Fahrstreifen die Unfallstelle gut einen Kilometer vor der Abfahrt Gütersloh passieren.

Polizei muss Gaffer an der Unfallstelle zurückdrängen

Einigen Autofahrern dauerte das aber offenbar zu lange, sie versuchten sich immer wieder zu Fuß bis zur Unfallstelle vorzudrängeln um sich das Unfallfahrzeug anzusehen. Ein Mann musste gleich zwei Mal massiv von Polizeibeamten zurückgedrängt werden. Der Schaden wird von der Polizei auf rund 80.000 Euro geschätzt, der BMW wurde für weitere Untersuchungen sichergestellt.

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