Baby ausgesetzt:  Mutter weiter gesucht
Bild: Bojak
Gaben Details zum Fall des ausgesetzten neugeborenen Jungen bekannt: (v. l.) Kriminalhauptkommissar Jürgen Kollien (Leiter der Ermittlungen), Sonja Rehmert (Pressesprecherin der Polizei Bielefeld) und Staatsanwalt Veit Walter.
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Der Junge sei noch am Tag seiner Geburt in eine Supermarkt-Plastiktüte gewickelt in einem Gebüsch an einem Parkplatz in der Innenstadt abgelegt worden, sagte Michael Kötter, Sprecher der Bielefelder Polizei. Weil davon ausgegangen werden müsse, dass das Neugeborene die Nacht mit niedrigen Temperaturen nicht überlebt hätte, ermittele die Staatsanwaltschaft wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Nur durch Geräusche seien Passanten aufmerksam geworden und hätten das Bündel im Gebüsch entdeckt. Das Kind werde weiterhin in einer Klinik betreut, entwickele sich aber gut.

"Wir wollen die Mutter wiederfinden, damit der Kontakt zu ihrem Kind hergestellt werden kann", betonte Kötter. Das Jugendamt sei ebenso eingeschaltet. Sie könne davon ausgehen, Hilfe von Fachleuten zu erhalten, wenn sie sich melde, appellierte er an die Mutter.

Weitere Einzelheiten über die Ermittlungen im Fall des ausgesetzten Säuglings lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der „Glocke“ vom 19. Juni 2015

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