Bachchor plant Konzertreise nach Israel
Bild: Pieper
Freuen sich auf die Fahrt ins Heilige Land: Kirchenmusikdirektor Sigmund Bothmann und Anne Poon-Hebenstreit, Pressesprecherin des Bachchors mit, dem zentralen Werk ihrer Konzerte: Arnold Schönbergs Chorstück „Dreimal tausend Jahre“.
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 42 der 48 Sänger (einschließlich Jugendkantorei) sowie 13 Mitglieder des Fördervereins nehmen an der Konzert- und Pilgerreise teil. Der Aufenthalt ist

Konzertprogramm:

 Nicht die Passion, sondern Psalmen, bilden den roten Faden des a-cappella gesungenen Bachchor-Konzerts an diesem Sonntag, 18. März,  ab 18 Uhr in der Gütersloher Martin-Luther-Kirche. Es schlägt einen Bogen von der Renaissance (Monteverdi) über Barock (Scarlatti und Bach) bis hin zur Romantik (Mendelssohn und Rheinberger) und Neuzeit (Schönberg, Koszewski und Nystedt) Hinzu kommen zwei Vaterunser-Vertonungen von Giuseppe Verdi und Günter Bialas.

Ursprünglich war auch noch eine Uraufführung einer vierstimmigen „Flüchtlingspassion“ für zwölf Sänger des 18-jährigen Abiturienten Ben-David Shandra, Bachchor-Mitglied mit indisch-deutschen Wurzeln geplant. Doch vier der Sänger sind erkrankt, weshalb die Uraufführung verschoben wurde und das Stück auch nicht in Israel gesungen wird.

vollgepackt – sowohl mit Konzerten als auch mit Besichtigungen. Gestaltet werden die Auftritte aus dem Programm, das der Bachchor an diesem Sonntag, 18. März, ab 18 Uhr in der Gütersloher Martin-Luther-Kirche präsentiert.

 So werden die Sänger am Pfingstsonntag in der Evangelischen Erlöserkirche in Jerusalem, die direkt neben der Grabeskirche liegt, Monteverdis „Cantate Domino“ und Scarlattis „Exultate Deo“ anstimmen. Am Pfingstmontag sind sie mit dem kompletten Gütersloher Programm in der katholischen Katharinenkirche in Bethlehem zu hören – gemeinsam mit dem dortigen Kirchenchor. Im Mittelpunkt dieses Konzerts wird Arnold Schönbergs Komposition „Dreimal tausend Jahre“ stehen. Ein anrührendes Werk, das er 1949 zwar mit den Mitteln der Zwölftonmusik komponierte, das sich aber trotzdem an traditioneller Harmonik „bis hin zu romantischen Klängen“ entlang hangelt, sagt Bothmann. „Typisches Rundfunkchor-Repertoire, da müssen wir schon kämpfen.“

 Indes: Der Bachchor ist so angetan von dem Stück, dass sein Leiter in Israel bereits den Antrag gestellt hat, es zusätzlich an der Klagemauer aufzuführen. Die Antwort steht noch aus.

Am Freitag, 25. Mai, singen die Gütersloher dann im Konservatorium von Tel Aviv Motetten aus Mendelssohns „Elias“ sowie Rheinbergers „Bleib bei uns“. Das Konzert findet in Kooperation mit dem dortigen Mädchenensemble „Bat Kol“ und dem Erwachsenenchor Mayaan statt – für Bothmann vertraute Partner, seit er 2016 mit dem Knabenchor in Israel war.

Anders als mit den Kindern, mit denen Bothmann ganz bewusst nicht in der Gedenkstätte Yad Vashem war, steht sie nun beim Bachchor auf dem Besuchsprogramm, ebenso wie die Jerusalemer Altstadt einschließlich Via Dolorosa, Bethlehem und Tel Aviv. Zudem sind Ausflüge zum Berg der Seligpreisungen, zur Bergfeste Massada, nach Caesarea, ins ehemalige Kreuzfahrerzentrum Akko und in die Hafenstadt Haifa geplant. Baden im See Genezareth und eine Stippvisite am Toten Meer inklusive.

Das einzige, was den Bachchor jetzt noch von der Reise abhalten könnte, wären eventuelle Unruhen in Israel, wenn am 14. Mai die US-Botschaft in Jerusalem eröffnet. „Das behalten wir im Auge und entscheiden spontan“, beruhigt der Kirchenmusikdirektor.

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