Bahn lässt Gleisschotter aufarbeiten
Bild: Dinkels
Auf dem Gelände am Langen Weg wird der Schotter in einer Aufbereitungsanlage bearbeitet und gereinigt. Anschließend wird er auf Baustellen der Bahn wieder ins Gleisbett verfüllt.
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Die Fläche gehört der DB Netz AG, die sie für einen begrenzten Zeitraum an eine Arbeitsgemeinschaft untervermietet hat, an die Arge Schotteraufbereitung Herne (SAH). Dort wird Schotter in einer mobilen Aufbereitungsanlage behandelt. Er stammt von einer Baustelle der Bahn, an der zwischen Oelde und Neubeckum sowie zwischen Rheda-Wiedenbrück und Oelde Gleise erneuert werden.

Der Altschotter wird nach Angaben eines Bahnsprechers gereinigt, von Fremdpartikeln befreit und es werden die Kanten geschliffen. Anschließend werde der bearbeitete Schotter an der Bahn-Baustelle wieder verwendet. Insgesamt handele es sich um rund 20 000 Tonnen. Sie würden mit Güterwagen hin und her transportiert.

Die Arbeiten an der Bahn-Baustelle sollen aus heutiger Sicht am 15. Oktober abgeschlossen werden. „Die Arbeiten am Schotter in Gütersloh werden einige Tage früher beendet werden“, erklärte der Sprecher.

Einer Genehmigung bedarf es dazu nach Angaben des Kreises nicht. Weil es sich um eine temporäre Einrichtung handele, die als Baustelle auf eigenem Gelände gewertet werde, sei die Verarbeitung nur bei den Behörden angezeigt worden. Es seien aber Vereinbarungen getroffen worden, um Lärm- und Staubbelastungen in Grenzen zu halten. So sollen die Steine mit Wasser besprüht werden, und auch die Betriebszeit der Maschine sei auf 7 bis 20 Uhr beschränkt. Angeliefert werde aber auch später, sagte Kreis-Sprecher Jan Focken.

Das Geräusch von Steinmassen, die abgeladen werden, ist abends auch in größerer Entfernung zu hören. Unmittelbare Nachbarn gibt es an dieser Gewerbefläche nicht. Laut Stadt-Sprecherin Dr. Elisabeth Menke sind im Rathaus bisher auch keine Beschwerden wegen Lärms oder Staubentwicklung eingegangen.

Dass die Fassade des Möbelhauses Porta Geräusche vom Güterbahnhof reflektiert und sie daher auch in größerer Entfernung zu hören sind, mochte Stadtplaner Michael Zirbel am Dienstag ohne genauere Prüfung nicht bestätigen. Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplans für den Porta-Neubau seien in erster Linie die Lärmbedingungen geprüft worden, die vom Möbelhaus selbst und vom Verkehr ausgehen. Nicht aber, wie sich die Fassade auf die Ausbreitung des Schalls auswirkt.

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