Bauverein Gütersloh mit Rekordbilanz
Bild: Bitter
Freut sich über die Rekordbilanz des Bauvereins: der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Schmelz mit einer Ansicht der aktuellen Bauprojekte.
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Das Geschäftsguthaben stieg um 35 Prozent auf 4,7 Millionen Euro. Das Eigenkapital wuchs von 26,3 auf 29,1 Millionen Euro, so dass die Eigenkapitalquote inzwischen 57,1 Prozent ausmacht. Und da der Jahresüberschuss von 1,638 Millionen Euro das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte markiert, dürfen die Mitglieder wieder mit einer hohen Ausschüttung rechnen. Wolfgang Schmelz kommentiert nicht ohne Stolz: „In der jetzigen Niedrigzinsphase sind unsere Anteile bei vier Prozent Dividende ein sehr lukratives und sicheres Investment.“

Weniger Heizkosten durch energetische Sanierung

Die Kaltmiete für die Wohnungen des Bauvereins gingen im vergangenen Jahr nicht zurück. Dafür aber die Warmmiete – unter anderem wegen des milden Winters 2014 und durch günstigere Gastarife zahlten Mieter deutlich weniger Heizkosten. Auch die erheblichen energetischen Sanierungen der vergangenen Jahre wirkten sich günstig auf den Verbrauch aus, betont Schmelz. Hinter der Leerstandsquote von 0,1 Prozent verbirgt sich eine einzige Wohnung, die vorübergehend wegen Modernisierungsarbeiten nicht vermietet war. Schmelz führt die hohe Nachfrage nach den Mietobjekten darauf zurück, dass die Gebäude des Bauvereins gut gelegen und so gepflegt wie Neubauten seien.

1212 eigene Wohnungen

Nach Übernahme von 200 Wohnungen eines anderen Unternehmens verwaltet der Bauverein insgesamt 1762 Wohnungen, davon 1212 eigene. Die Investitionen wurden 2015 von 3,4 auf knapp sechs Millionen Euro ausgedehnt. Davon flossen allein 2,6 Millionen Euro in die Siedlung Marthastraße (hinter Arvato) aus den 60er-Jahren. Dort wurden 38 Wohnungen in acht Gebäuden energetisch und optisch auf Neubaustandard gebracht.

Kaltmieten im unteren Bereich

Im Mietspiegel für Gütersloh lägen die Wohnungen des Bauvereins im unteren Bereich, betont Wolfgang Schmelz. Rund 4,90 Euro zahlt ein Mieter beim Bauverein an Kaltmiete für einen Quadratmeter. Im Vergleich kosteten andere, nicht modernisierte Mietwohnungen etwa 4,20 Euro pro Quadratmeter, neue Sozialwohnungen 5,20 Euro und Neubauwohnungen 8 Euro pro Quadratmeter.

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