Bebauungsplan für Hüttenbrink beschlossen
Bild: Dinkels
Mit dem Bebauungsplan wird das Planungsrecht für das neue Gewerbegebiet am Hüttenbrink geschaffen.
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So wurde nach mehr als fünf Jahren Vorlauf und Neuauslegung der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet am Hüttenbrink in Spexard mit den Stimmen von CDU, SPD und UWG beschlossen. Grüne, BfGT und Linke stimmten dagegen, obwohl sie sich das Gewerbegebiet eigentlich auch wünschen.

„Wir sind generell für eine Gewerbeentwicklung an der Stelle“, sagte Grünen-Fraktionssprecherin Birgit Niemann-Hollatz. Sie begrüßte auch die Ansiedlung von Nobilia. Allerdings seien wichtige Rahmenbedingungen wie flächenschonendes Parken, eine ausreichende Begrünung und der Lärmschutz aus Sicht ihrer Fraktion nicht gegeben.

Ähnlich äußerte sich Nobby Morkes (BfGT). „Wir haben immer gesagt, das Problem sind die Verkehrszuwächse.“ Auch die Aussagen zum Lärmschutz seien den BfGT „zu vage“. Manfred Reese (Linke) vermisste einen durchgehenden Lärmschutz an der Autobahn. Seine Fraktion sei für ein Gewerbegebiet, aber die Planung lasse zu wünschen übrig.

Dagegen erklärte Nils Wittenbrink (CDU), die Union sei von Anfang für den Bebauungsplan gewesen, weil sich die Möglichkeit eröffne, dort Gewerbe anzusiedeln. Aufgabe sei es, die Spexarder Bürger zu entlasten. Eine bis zu 36 Meter hohe, baulich geschlossene Halle bringe eine Verbesserung des Lärmschutzes. „Wir sind sicher, dass wir eine Verkehrsentlastung umsetzen und auch den Lärmschutz verbessern können.“ Sollte das nicht geschehen, „sind wir alle in der Pflicht, nachzulegen“, sagte Wittenbrink.

Dr. Thomas Krümpelmann (SPD): „Mit dem Gewerbegebiet schaffen wir eine Minderung des Autobahnlärms. Er wird durch die großen Gebäude zurückreflektiert.“ Peter Kalley (UWG) sagte: „Das ist die einzige verfügbare Fläche für Gewerbe und damit alternativlos.“

Der beschlossene Bebauungsplan deckt rund 35 Hektar zwischen der Straße Am Hüttenbrink und der Autobahn 2 ab. Sie unterteilen sich grob in 24,3 Hektar Gewerbefläche, 2,3 Hektar Wohnbaufläche, 2,7 Hektar Verkehrsfläche und 5,6 Hektar Grünflächen. Größter Nutzer wird Nobilia mit rund 13 Hektar sein, aber auch die Gütersloher Großbäckerei Mestemacher will dort eine Fläche kaufen.

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