Bei den Fenstern könnte man sparen
Foto: Dinkels
Die Arbeiten auf der Baustelle verzögern sich weiter. Außerdem drängt die Verwaltung auf eine Entscheidung, ob auch bei den Fenstern gespart werden soll.
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Und eine schnelle Entscheidung gewünscht. Diesmal geht es um die Größe und Lage der Fenster. Der Beigeordnete Andreas Kimpel, der die nach wie vor erkrankte Stadtbaurätin Nina Herrling in Angelegenheiten des Fachbereichs Immobilienmanagement vertritt, stellte mehrere Varianten vor, die zu Einsparungen in Höhe von 150.000 bis 600.000 Euro führen könnten. Auf der anderen Seite würden sie das Gesamtbild der Schule nachhaltig verändern, wie in der Sitzung in der Stadthalle schnell klar wurde.

Alle Varianten, unter anderem der Verzicht auf bodentiefe Fenster, führen dazu, dass der natürliche Lichteinfall zum Teil bis auf ein Mindestmaß vermindert werden würde. Kimpel sagte, das sei dann eine andere Fassade und eine andere Schule. Beeinflussen wolle er die Politiker in ihrer Entscheidung aber nicht. Am Ende war es die Politik, die immer wieder solche Vorschläge zur Kostensenkung eingefordert hatte.

Norbert Bohlmann (UWG) sagte, vom Siegerentwurf sei die gegenwärtige Planung ohnehin schon „kilometerweit entfernt“. Trotzdem plädierte er dafür, am aktuellen Planungsstand festzuhalten. Fenster seien für einen Schulbau besonders wichtig. Es müsse soviel natürliches Licht einfließen wie möglich. Ähnlich äußerte sich Dr. Susanne Kohlmeyer (SPD): „Kilometerweit entfernt vom Entwurf.“ Auch sie warnte davor, aus Kostengründen einfallendes Licht zu reduzieren. Es sei im Gegenteil wichtig, den natürlichen Lichteinfall zu sichern. Eine schnelle Entscheidung lehnte sie ab. Auch Gabriele Diekötter (Grüne) kritisierte die Abkehr von Entwürfen durch ständige Einsparungen.

Schulleiter Marcus Göcke plädierte dafür, „dass man das Gesicht der Schule nicht komplett verändert“. Die offene Struktur mit Transparenz und lichtdurchfluteten Räumen sei ein wesentliches Merkmal der Schule. Eine Entscheidung wurde nicht getroffen. Das soll laut Verwaltung dann im August geschehen.

Eigentlich sollte es in der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse um die Vorplanung für die Außenanlagen und um die Einrichtung einer Bushaltestelle gehen. In Sachen Bushaltestelle hatte die Verwaltung mehrere Varianten in unmittelbarer Nähe zur Schule am Magnolienweg und an der Ahornallee geprüft. Dabei war sie zu dem Ergebnis gekommen, dass sich nur der Parkplatz am LAZ Nord als geeignet erweise. Die Kosten beliefen sich bei dieser Variante auf etwa 312 000 Euro, von denen 149 000 Euro auf die Haltestelle (mit einer Förderung von 90 Prozent für den barrierefreien Ausbau) und 163 000 Euro auf das Herrichten des Wegs zur Schule samt Beleuchtung entfielen.

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