Beine werden fix, weil Oma sponsert
Sportlehrerin Christa Hanebrink-Welzel gibt letzte Anweisungen.

 „Die Anlage kostet 45 000 Euro, und sie wird jedes Jahr 4000 Euro abwerfen“, erklärte der Schulpflegschaftsvorsitzende Hubert Karnbrock. Mit den Gewinnen aus dem Verkauf des Solarstroms soll langfristig die Finanzierung der Mediothek gesichert werden. „Über zusätzliche Spenden sind wir natürlich dankbar“, ergänzte Karnbrock. Der Schulverein und die Fachschaft Sport organisierten den Lauf der Klassen fünf bis neun und vollbrachten mit Unterstützung etlicher Helfer aus der Oberstufe eine logistische Meisterleistung. Schließlich mussten die Läufer in Klassenverbänden vom Städtischen Gymnasium sicher über diverse Hauptverkehrsstraßen bis in den Mohns Park gelangen, und dort musste der Zeitplan für die zwei gekennzeichneten Laufstrecken eingehalten werden, damit kein Platzchaos entstand.

Gewiefte Läufer mit Sponsorenpool

Eltern standen bereit, um anzufeuern, zu applaudieren und die Leichtathleten mit Wasser zu versorgen. 855 Liter standen bereit. Jeder Schüler hatte 30 Minuten Zeit, um möglichst viele der 420-Meter-Runden zu bewältigen. Vorher galt es, sich Sponsoren zu besorgen – Eltern, Opa und Oma oder Freunde –, die für jede geschaffte Runde einen gewissen Betrag, Empfehlung 25 Cent, bezahlen. Einige gewiefte Läufer hatten es geschafft, einen ganzen „Sponsorenpool“ zu verpflichten. Entsprechend wurden die Beine fix. Eine Schülerin erwirtschaftete erstaunliche 43 Euro pro Runde. Den Klassenrekord verbuchte die 7 f mit 875,10 Euro. Im sportlichen Bereich bedeuteten 18 Runden die Bestmarke. Im Schnitt absolvierten die Jugendlichen zehn bis zwölf Durchgänge. 

Direktor freut sich über Einstellung

Damit alles mit rechten Dingen zuging, markierten Oberstufenschüler und Eltern an einer Kontrollstation jede Runde mit einem Strich auf die Hand oder Stirn der Läufer. „Die kommen alle fröhlich wieder, ich bin bestens zufrieden“, sagte Schulleiter Dr. Siegfried Bethlehem. Daumen nach oben auch von der verantwortlichen Sportlehrerin Christa Hanebrink-Welzel. Entspannt durfte sie verfolgen, dass ihre „Athleten“ den olympischen Gedanken friedlich umsetzten.

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