Bekenntnisschule auf dem Prüfstand
Die Kapellenschule im Schatten der Herz-Jesu-Kirche ist eine von drei katholischen Bekenntnisschulen in Gütersloh. Der Status macht es schwieriger, eine Schulleitung zu finden.  Bild: Dünhölter

Sie will die Umwandlung der katholischen Bekenntnisschule in eine Gemeinschaftsschule prüfen. Die Kapellenschule ist außer der Spexarder Josefschule und der Overbergschule an der Neuenkirchener Straße eine von drei katholischen Bekenntnisschulen in Gütersloh. Bewerber müssen also nicht nur die fachliche Qualifikation, sondern auch die richtige Konfession mitbringen. Mit der Umwandlung würde eine Hürde entfallen. Aus diesem Grund hat die Elternvertretung für nächsten Dienstag alle Eltern zu einer Versammlung eingeladen, um die Chancen auszuloten.

 „Unser Ziel ist es, ein Stimmungsbild zu bekommen“, sagte die Schulpflegschaftsvorsitzende Carola Brindöpke der „Glocke“. „Wir wollen auch sehen, welche Befürchtungen es gibt.“ Die Veranstaltung sei als Forum gedacht. Eingeladen seien auch die Eltern der künftigen Erstklässler. Es sei ausgesprochen schwierig, eine katholische Schulleitung zu bekommen, sagte Brindöpke.

Die Leitungsstelle ist vakant, seit die langjährige Rektorin voriges Jahr im Sommer aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden ist. Auch die Konrektorin befindet sich zurzeit in Elternzeit. Seither leitet Jutta Hermann, Konrektorin der Grundschule Isselhorst, die Einrichtung am Dr.-Thomas-Plaßmann-Weg kommissarisch. Sie genießt eine große Akzeptanz unter den Eltern, könnte die Stelle aber – selbst wenn sie wollte – nicht übernehmen, weil sie evangelisch ist.

Sowohl die Stadt als Schulträger als auch der Kreis als Schulbehörde halten sich mit Aussagen zur Kapellenschule zurück. Die Bestimmung der Schulart sei allein Sache der Eltern, heißt es. Schuldezernent Joachim Martensmeier bestätigte der „Glocke“ lediglich, dass die „Verfahren zur Besetzung der Stelle bisher keinen Erfolg“ gehabt hätten. Zuvor hatte sich die Elternvertretung bereits fachlichen Rat bei Schulrätin Christel Dahlhoff-Hilbert und Roland Thiesbrummel, Abteilungsleiter im Fachbereich Bildung, geholt.

Der Avenwedder CDU-Ratsherr Raphael Tigges, selbst Vater an der Schule, sagte, wichtig sei, dass eine qualifizierte Schulleitung gefunden und die gute Arbeit fortgesetzt werde. Auch die Kirchengemeinde solle einbezogen werden.

Mehr über die Hintergründe in der „Glocke“ am Donnerstag.

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