Bertelsmann: Was die Mitarbeiter sagen
Liz Mohn und Dr. Thomas Rabe schauten sich beim ersten gemeinsamen Rundgang durch das neugestaltete Foyer des Corporate Centers in Gütersloh die Präsentationswände an.

Erste Ergebnisse der jüngsten Erhebung waren bereits im September vorgestellt worden („Die Glocke“ berichtete). Im gerade erschienenen Mitarbeitermagazin „Inside“ wird jetzt noch einmal aufgezeigt, was bei den Beschäftigten die stärkste und was die schwächste Zustimmung erfahren hat.

So schlossen sich 90 Prozent der Aussage an, sie setzten sich in hohem Maß für den Erfolg ihrer Firma ein. Auch 90 Prozent fühlen sich von ihrem Vorgesetzten mit Respekt behandelt. 86 Prozent zeigten sich gut informiert über den Verhaltenskodex (Code auf Conduct). 85 Prozent sagten, ihr Vorgesetzter übertrage ihnen selbstständige Aufgaben, Entscheidungsbefugnisse und Verantwortung. Ebenfalls 85 Prozent sahen sich durch ihre Vorgesetzten bei Schwierigkeiten unterstützt und er oder sie mache deutlich, was erwartet werde.

Die Mitarbeiterbefragung wird seit 1977 in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Die jüngste Erhebung erfolgte digital mit einem verschlankten Fragebogen. Es haben sich in 42 Ländern mehr als 55 000 Beschäftigte beteiligt. Die Beteiligungsquote betrug 85,3 Prozent. Beim sogenannten Empowerment-Index erreichte Bertelsmann einen Wert von 77 Prozent. Er spiegelt wider, wie die Beschäftigten ihre Freiräume sehen, gute Arbeit zu leisten, Kenntnisse und Fähigkeiten einzubringen und damit einen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten.

Auf der anderen Seite stimmten nur 42 Prozent der Aussage zu: „Meine Gesamtvergütung ist meiner Leistung und Verantwortung angemessen.“ 43 Prozent sahen Verbesserungen seit der letzten Mitarbeiterbefragung vor drei Jahren. „Ich habe gute Möglichkeiten, mich weiterzuentwickeln“, fanden 53 Prozent. 56 Prozent glaubten, die zeitlichen, organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen zu haben, neue Fähigkeiten zu entwickeln und fortlaufend zu lernen. 56 Prozent meinten auch: „Ich fühle mich in meiner Firma wertgeschätzt.“ Und 56 Prozent sahen sich durch die Geschäftsleitung ihrer Firma rechtzeitig über wichtige Entscheidungen und Entwicklungen informiert.

Mit Hilfe der Befragung wurde erstmals abgebildet, wie stark die Unternehmenswerte gelebt werden. So beträgt der durch verschiedene Fragen ermittelte Kreativitäts-Index 70 Prozent. Als Ziel hat Personalvorstand Dr. Immanuel Hermreck 80 Prozent ausgerufen. Der Index Unternehmertum erreichte 67 Prozent. „In Anbetracht der Tatsache, dass die Befragung nur vier Wochen nach der umfassenden Kommunikation der neuen Essentials stattgefunden hat, sind diese Werte mehr als gut“, erklärt Hermreck im „Inside“.

Alles in allem zeigt sich Hermreck „sehr zufrieden“ mit den Ergebnissen. „80 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen die Arbeit bei Bertelsmann Spaß mache“, berichtet der Personalvorstand. Verbesserungsbedarf sieht er bei der Information und Einbindung der Mitarbeiter durch die Geschäftsleitungen vor Ort in den Firmen. Nachlegen müsse man auch bei der Attraktivität von Bertelsmann als Arbeitgeber, bei Fragen der Mitgestaltung, der Wertschätzung und Vergütung. Hermreck: „Ebenfalls noch nicht zufriedenstellend ist die lokale Lern- und Weiterbildungskultur in manchen Einheiten.“

Foyer jetzt sicherer und moderner

Der Eingangsbereich des Corporate Centers an der Carl-Bertelsmann-Straße ist in achtwöchiger Bauzeit modernisiert und digital aufgewertet worden. Wer die Konzernzentrale betritt, findet sich laut einer Mitteilung des Konzerns in einem ebenso hellen wie großzügigen Ambiente wieder.

So werden auf einer 13 Quadratmeter großen LED-Wand Videos und Animationen aus der Bertelsmann-Welt gezeigt, tagesaktuell und in Kinoqualität. In eine Seitenwand des Foyers wurden Vitrinen und ein Touchscreen eingelassen, um Höhepunkte aus der fast 185-jährigen Unternehmensgeschichte und aus dem aktuellen Geschäft zu veranschaulichen. Weiße Wandverkleidungen, ein modernes und sicheres Einlasssystem und ein eleganter Empfangstresen bewirken eine Willkommens-Atmosphäre.

Vorstandschef Dr. Thomas Rabe: „Das Ergebnis der Umbaumaßnahmen spricht für sich. Das neue Design sowie die technischen Neuerungen stehen uns gut zu Gesicht. Bertelsmann steht für Kreativität und Unternehmertum, für Internationalität und Vielfalt – als dies spiegelt sich jetzt auch in unserem Foyer wider.“ Der Großteil der Umbauarbeiten wurde unter der Leitung der Abteilung Real Estate & Services mit Gütersloher Unternehmen durchgeführt.

Das Foyer des Corporate Centers von Bertelsmann war zuletzt vor rund 25 Jahren umgebaut worden. Das neue Einlasssystem entspricht modernsten Sicherheitsanforderungen, vermittelt dank vieler gläserner Bauteile aber aus Sicht von Bertelsmann auch einen transparenten Eindruck. Die neue Seitenwandausstellung zeigt im historischen Bereich unter anderem die Originalurkunde der königlich-preußischen Regierung zur Errichtung einer Buchdruckerei für Carl Bertelsmann aus dem Jahr 1835 und auch das Cover des ersten Nummer-Eins-Hits aus dem Bertelsmann-Musikprogramm.

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