Bertelsmann ändert Gewinnbeteiligung
Personalvorstand Dr. Immanuel Hermreck erläutert die Änderung des Modells der Gewinnbeteiligung. Künftig sollen die Beschäftigten „in sichtbarem Umfang am wirtschaftlichen Erfolg der Division oder Solution Group beteiligt werden“.

Jetzt will der Vorstand die Beteiligung neu ausrichten. Dazu soll die bisherige Konzerngewinnbeteiligung umgestellt werden auf divisionale Gewinnbeteiligungsmodelle. So steht es in einer Mitteilung auf der Internetseite des Konzerns. Das bedeutet. Die künftige Ausschüttung wird dann noch stärker am Erfolg der einzelnen Unternehmensbereiche bemessen. Das ist nicht neu und wird in Teilen auch jetzt schon praktiziert. So sollen die Beschäftigten für das Geschäftsjahr 2020 insgesamt mit 88 Millionen Euro beteiligt werden. Die eigentliche Konzerngewinnbeteiligung von rund 30 Millionen Euro wurde zuletzt an die Beschäftigten ausschließlich in Deutschland ausgeschüttet, war laut Mitteilung in ihrer Höhe weiterhin am Erfolg des Gesamtkonzerns mit inzwischen rund 130 000 Beschäftigten ausgerichtet. Auf diese Weise profitieren Beschäftigte in schwierigeren Geschäften wie dem Druckbereich auch von den hohen Erlösen der RTL Group. Für den Einzelnen konnte das dem Vernehmen nach etwa ein halbes Brutto-Monatsgehalt sein. 

Erarbeitung maßgeschneiderte Modelle

Der Vorstand wolle das „in der Bemessung und im Berechtigtenkreis ausgleichen und eine stärkere Bindung an den wirtschaftlichen Erfolg der Divisionen erreichen“, heißt es in der Mitteilung. Dafür sollen die Unternehmensbereiche in den nächsten Monaten verschiedene, maßgeschneiderte Modelle erarbeiten. Der Konzern setze dafür „mit klaren Zielvorgaben und Kriterien den Rahmen“. 

In einem Beitrag im Intranet des Konzerns erklärt Personalvorstand Dr. Immanuel Hermreck, die Gewinnbeteiligung „ist Teil unserer Unternehmenskultur – und daran wird sich auch nichts ändern“. Das Modell der Konzerngewinnbeteiligung sei wiederholt angepasst worden. „Das Ziel war dabei stets, die finanzielle Beteiligung für alle Beschäftigten spürbar an die Leistungen ihres eigenen Bereiches zu koppeln. Genau darum geht es auch jetzt wieder.“ Auch künftig würden die Beschäftigten „in sichtbarem Umfang am wirtschaftlichen Erfolg der Division oder Solution Group beteiligt werden“. Darüber hinaus „darf eine Gewinnbeteiligung keinen Ersatz für eine marktfähige Vergütung darstellen“, so Hermreck. Es gebe erste Ideen. Sie würden mit den Arbeitnehmervertretungen diskutiert, vereinbart und eingeführt. Das soll für das Geschäftsjahr 2021 geschehen.

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