Bertelsmann hilft Tsunami-Opfern
Auch die Schützlinge aus dem SOS-Kinderdorf im indischen Pondicherry profitieren heute von der 1,4-Millionen-Euro-Spende der Firma Bertelsmann und ihrer Mitarbeiter, die den Tsunami-Opfern 2004 zugute kam.

Damals verloren diese Kinder ihre Eltern und ihr Zuhause, doch sie alle haben Zuflucht gefunden in einem der SOS-Kinderdörfer. Bertelsmann und seine Mitarbeiter spendeten dafür damals 1,4 Millionen Euro.

Gleich nach der Flutkatastrophe hatte das Unternehmen eine Million Euro bereitgestellt. Mitarbeiter aus Deutschland, den USA, Großbritannien, Spanien, Chile, Mexiko, Italien, Japan, den Niederlanden und Österreich trugen weitere 200000 Euro zusammen. Geld, das von Bertelsmann verdoppelte – mit der Maßgabe, dass die Gesamtspende zur nachhaltigen Unterstützung der betroffenen Kindern genutzt werden sollte.

Denn rasch zeigte sich, dass dank der weltweiten Hilfsbereitschaft zwar viel Geld floss, dass aber die weitere Versorgung der Flutopferkatastrophe, vor allem der Kinder, sehr ungewiss sein würde. Man entschied sich, insgesamt 250 Kindern mit einer Patenschaft langfristig, über einen Zeitraum von zehn Jahren, zu helfen, damit Ernährung, Kleidung, medizinische Betreuung und Ausbildung für die Kinder gesichert blieben. Und die Unterstützung hält an: Denn allein die Anlage der Spenden in Festgeldern brachte weitere 250 000 Euro an Zinsen ein. Die Versorgung der Kinder ist damit für weitere sechs Monate garantiert.

Direkt nach dem Tsunami starteten die SOS-Kinderdörfer-Projekte, um den verwaisten Kindern wieder ein eigenständiges Leben zu ermöglichen. Elf Trauma-, Schutz- und Aktivitätszentren wurden gebaut. An 15 Standorten wurden 2232 Wohnhäuser für 11 079 Menschen errichtet. Dazu kamen Gemeindezentren und Schulen sowie sechs neue Kinderdörfer, in denen seitdem 840 Kinder ein neues Zuhause gefunden haben – fast ein Drittel von ihnen dank der Hilfe von Bertelsmann.
„In den von Bertelsmann geförderten Dörfern können die Kinder Kraft für ein chancenreiches und selbst bestimmtes Leben schöpfen“, bedankte sich Sabine Fuchs, Geschäftsführerin der SOS-Kinderdörfer in Deutschland. „Sie erfahren, was es bedeutet, in einer familiären Atmosphäre aufzuwachsen und lernen, mit dem Erlebten und ihrer Vergangenheit umzugehen.“

In dem 2008 eröffneten SOS-Dorf Pondicherry in Indien leben heute 154 Kinder. In der Einrichtung im thailändischen Phuket sind aktuell 113 untergebracht. Viele von ihnen mussten schwere Traumata überwinden, da sie ihre Familie bei dem Tsunami verloren haben. Nicht von ungefähr wurden sie auch psychologisch betreut.

Banda Aceh auf der Insel Sumatra war wie auch der Ort Meulaboh von dem Tsunami nahezu komplett zerstört worden. In beiden Orten gibt es heute SOS-Kinderdörfer. Und auch Medan, das dritte neugebaute Dorf in Indonesien überhaupt, ist bis heute voll belegt. Der Ort war zwar weniger schwer von den Folgen des Seebebens betroffen als andere Städte. Aber weil aus eben diesem Grund unzählige Hilfsbedürftige in die Stadt strömten, musste dort besonders viel getan werden, um dem Ansturm gerecht zu werden. Nähere Informationen und Spendenmöglichkeiten finden sich im Internet unter www.sos-kinderdoerfer.de

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