Beschluss: Liz Mohn wird Ehrenbürgerin
Bild: Dinkels
Oft im Rampenlicht wie hier beim Rosenball in Berlin: Liz Mohn ist nicht nur die wohl bekannteste Gütersloherin, sondern bald auch die erste Ehrenbürgerin der Stadt.
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Der Stadtrat ist am Freitagabend nahezu einvernehmlich der Empfehlung des Hauptausschusses gefolgt, der Stifterin und Mäzenin die Ehrenbürgerwürde der Stadt Gütersloh anzutragen. Die Entscheidung fiel in nichtöffentlicher Sitzung. Nach Informationen der „Glocke“ gab es eine Enthaltung bei der SPD und zwei Gegenstimmen der Linken. Letztere reagierten damit auf eine Absage im Kulturausschuss, der den Berliner nicht in Rosa-Luxemburg-Platz umbenennen wollte. Mit der Sache hatte das nichts zu tun.

Liz Mohn ist die erste Frau, die diese höchste Auszeichnung der Stadt Gütersloh erhält. Die Verleihung der Ehrenbürgerwürde honoriere ihre großen persönlichen Verdienste für Gütersloh, „die auf einem klaren und wiederholt bekräftigten Bekenntnis zur Stadt fußen“, heißt es in der Begründung. „Mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde würdigt der Rat das langjährige und vielfältige Engagement von Frau Mohn für Gütersloh auf ganz unterschiedlichen Gebieten“, erklärte Bürgermeister Henning Schulz (CDU) in einer Mitteilung. „Der Einsatz für soziale Belange, für Kultur und gesellschaftliches Leben in unserer Stadt ist in dieser Form alles andere als selbstverständlich und drückt die tiefe Verbundenheit zur Stadt und zum Standort Gütersloh aus.“

Als Witwe des Unternehmers, Stifters und früheren Ehrenbürgers Reinhard Mohn (1921 bis 2009) führe sie sein Lebenswerk fort, heißt es weiter. Aufgeführt werden ferner die von ihr gegründete Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, die Ende des Monats ihr neues Domizil an der Schulstraße bezieht, der internationale Gesangswettbewerb Neue Stimmen, ihre Kultur- und Musikstiftung, der Reinhard-Mohn-Preis, der am 16. Juni wieder im Theater verliehen wird, und verschiedene andere Aktionen. So fänden das Public Viewing zu internationalen Fußball-Turnieren und der Sonder-Fonds „Engagement für Flüchtlinge“ Liz Mohns ausdrückliche Unterstützung.

In einer Mitteilung, die Bertelsmann nach der Ratssitzung versandte, erklärt Liz Mohn: „Gütersloh ist meine Heimat, der Stadt gehört mein Herz. Über die Ernennung zur Ehrenbürgerin freue ich mich sehr und bin dankbar. Die Auszeichnung ist eine große Ehre für mich.“ Gütersloh sei stets „Ausgangs- und Mittelpunkt unserer unternehmerischen, gesellschaftlichen oder kulturellen Initiativen. Bertelsmann wird sich auch künftig auf vielfältige Art und Weise engagieren – international ebenso wie in der Region Gütersloh“.

Die Verleihung der Ehrenbürgerwürde soll in der zweiten Jahreshälfte im Rahmen einer Sondersitzung des Rates erfolgen.

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