Beste Stimmung beim Avenwedder Oktoberfest
Bild: Steinecke
Getanzt und geschunkelt wurde beim Avenwedder Oktoberfest im Zelt bei der Stiftung Altewischer. Die Gäste kamen auf ihre Kosten.
Bild: Steinecke

Am Samstag hatten die St.-Sebastianus-Schützen in Avenwedde sowie die Burschengilde eingeladen, um gut gelaunt ihre Bayern-Party zu feiern. Irgendwo siedeln sich die heimischen Oktoberfeste zwischen „Schützenfest 2.0“ und „Karneval reloaded“ an. Ohne großes Aufheben geht es sofort zur Sache. Und wem beim Karneval das Puck-die-Stubenfliege-Kostüm zu umständlich ist oder für das Batman-Outfit die breiten Schultern fehlen, dem wird mit dem Oktoberfest bestens geholfen. Ein ganzes Volk im Süden von Deutschland kann sich schließlich nicht irren.

Ungeachtet aller Anfeindungen der Modetrends von den Laufstegen dieser Welt und feinstilistischer Schneiderleins hat diese unverwüstliche Kleidung in ihrer Ursprünglichkeit alle schädlichen Einflüsse an sich abperlen lassen. Die Krachlederne und das Dirndl – zwei, die unzertrennlich sind. Was sich als derart zäh und widerstandsfähig erweist, das kann auch in Westfalen mit Anstand getragen werden.

In Avenwedde war es das insgesamt achte Oktoberfest. 1997 und 1998 hatten die ersten zwei Veranstaltungen auf dem alten Schützenplatz stattgefunden. Nach zehn Jahren Pause folgte 2008 der Neustart. Seitdem haben sich die Avenwedder Bajuwaren einen festen Platz im Gütersloher Veranstaltungskalender erobert.

Den Fassanstich besorgte Alexander Reker, der in beiden Vereinen Mitglied ist, zusammen mit Peter Hagenlüke. 1200 Teilzeit-Trachtenträger waren dem Ruf gefolgt. Und nach Ansicht der Gäste sind Avenwedder die Meister der weiß-blauen Fröhlichkeit. „Das lässigste Oktoberfest ever, ever, ever“, sagte beispielsweise Benjamin Rogowski mit einem Lachen, bevor er auf der Tanzfläche wieder von der tollen Stimmung mitgerissen wurde. Und es wurde noch reichlich getanzt, bevor die Musik endete und der Zapfhahn zugedreht wurde.

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