Beste Unterhaltung für Winterball-Gäste
Bild: Dünhölter
Judith und Markus Wiemann eröffneten den Winterball der Stadtschützen.
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Später regneten auf der Bühne noch gelbe und rote Rosenblätter auf die Königin. Die Gäste durften eine stimmungsvolle Nacht genießen. Wermutstropfen der Veranstaltung: Die Besucherzahlen sind deutlich zurückgegangen. Vor wenigen Jahren begeisterte die Ballidee regelmäßig 800 bis 1000 Besucher. Vor zwei Jahren waren es noch 600 Gäste, im vergangenen Jahr rund 450. In diesem Jahr hatten die Schützen lediglich 300 Karten verkauft. Die Veranstalter reagierten mit Umbaumaßnahmen zur Platzreduzierung.

Verändertes Konzept ist gefragt

Der Vorsitzende der Stadtschützen, André Schnakenwinkel blieb positiv gestimmt: „Natürlich ist ein Termin mitten im Karneval unglücklich. Aber wir planen den Winterball fünf Jahre im Voraus. Da ist es schwierig, die Daten für den Karneval schon zu berücksichtigen.“ Die Schützen wollen deshalb an einem veränderten Konzept arbeiten. „In meinem Kopf sind ungefähr 2000 Ideen, wie es in Zukunft weitergehen könnte“, sagte Schnakenwinkel. „Daraus müssen wir in Ruhe die richtigen heraus suchen.“ So könnte sich der Vorsitzenden einen Umzug in den kleinen Saal vorstellen, ein verändertes Preissystem, in dem Eintritt und Kosten für die Speisen getrennt werden, oder sogar einem gemeinsamen Winterball für alle Schützenvereine. „Mit rückläufigen Besucherzahlen haben alle zu kämpfen. Außerdem halte ich zehn Schützenvereine im Stadtgebiet auf Dauer nicht für lebensfähig. Warum soll man da nicht Ressourcen bündeln?“

Zauberhaftes und Artistik

Die Gäste beim Winterball amüsierten sich trotzdem köstlich. Das Büfett des neuen Gastronomen Kurt Biesel überzeugte ebenso wie die Ballmusik der „Vip-Entertainment-Band“ aus Münster. Die beiden Solo-Künstler wären zudem in jedem Varieté ihr Eintrittsgeld wert gewesen. Während Zauberer Tim Doppmeier den „Winterzauber“ durch seine Tricks mit Leben füllte, imponierte der sprachgewandte Schorsch Bross durch seine Vielseitigkeit. Der Bayer in stilechter Lederhose konnte nicht nur auf dem Kopf stehend Alphorn blasen, später zeigte er sich auch als Meister-Jongleur mit Ringen und Keulen auf dem Einrad. In das Herz sämtlicher Frauen sang sich der Entertainer, als er Königin Judith Wiemann ein mongolisches Liebeslied zweistimmig vortrug und des währenddessen Rosenblätter regnen ließ.

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