Beteiligung beim Flugplatz geplant
Bild: Dinkels
Zu den Einrichtungen der Princess Royal Barracks zählte auch die Dienststelle der Militärpolizei.
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Das geht aus den Unterlagen hervor, mit denen die Verwaltung die Mitglieder des Hauptausschusses für die  Sitzung am Montag versorgt hatte. Noch keine Rede ist darin indes von den Planungen der Bezirksregierung Detmold für eine Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes (ZUE) für Flüchtlinge gewesen, die wohl Anfang nächsten Jahres eingerichtet werden soll.

Im Zentrum der Gespräche mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) stehen „die Sicherung des Geländes mit seinen Gebäuden und Anlagen durch die Eigentümerin, um Gefahren und Beeinträchtigungen für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwenden, sowie die Klärung des Weiterbetriebs von technischen Ver- und Entsorgungsinfrastrukturen“, heißt es in einer Vorlage.

Laut einem internen Schreiben der Bima sollen die meisten Gebäude von der Strom- und Wasserversorgung abgeklemmt werden. Davon ausgenommen werden sollen die Unterkünfte für die Flüchtlinge, das Offizierskasino, der Naafi-Shop, das Wachgebäude, das Wasser- und das Heizwerk sowie das Gebäude 107, das von der Verkehrswacht genutzt wird. Auch die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes soll weiter mit Strom versorgt werden.

„Darüber hinaus wird seitens der Stadt Gütersloh angestrebt, Möglichkeiten zur Besichtigung und Vermittlung des Geländes und seiner Potenziale für die Öffentlichkeit nach dem Streitkräfteabzug anbieten zu können“, heißt es in der Ausschuss-Vorlage weiter. Vielen sei das Gelände nicht bekannt. Auf der anderen Seite gebe es Menschen, die Kenntnisse über den Flugplatz hätten, die von allgemeinem Interesse sein könnten.

Zu diesem Zweck soll auch eine Plattform im Internet („Flugplatz interaktiv“) freigeschaltet werden, wie es sie für die Ortsteile Friedrichsdorf und Blankenhagen sowie zum Masterplan klimafreundliche Mobilität gibt.

Schnellstmöglich will die Stadt basierend auf dem Entwicklungskonzept für das Gelände auch Untersuchungen zur verkehrlichen Erschließung, zur Reaktivierung der Bahnlinie sowie eine ökologische Untersuchung möglichst mit Fördermitteln in Auftrag geben. Dazu sollen Regionalfördermittel (Efre) beantragt werden. Mit einer Untersuchung zur verkehrlichen Erschließung „soll in diesem Jahr begonnen werden“.

Das Entwicklungskonzept für das 363 Hektar große Gelände sieht im Norden Gewerbeflächen beidseits der Marienfelder Straße (etwa 90 Hektar), Naturraum (154 Hektar), Photovoltaikanlagen (50 Hektar) und Freizeitnutzungen vor. An einer Entwicklungsgesellschaft wollen sich die Kommunen Gütersloh, Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz beteiligen.

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