Boxer ringen um Deutsche Meisterschaft
Bild: Dünhölter
Freut sich nach den anstrengenden Vorbereitungen auf die Meisterschaft: Bernhard Heidmeier mit Malou Royal.
Bild: Dünhölter

Die Besitzer ermitteln mit ihren Tieren den Deutschen Meister. Für den ausrichtenden Boxer-Klub Gütersloh, Mitglied im 18 Landesgruppen umfassenden Boxer-Klub München, hat Kornelia Thale (Ibbenbüren) mit dem dreijährigen Fredo vom Buldergeist als eine von zwei ostwestfälischen Teilnehmern die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft geschafft. Zweiter westfälischer Vertreter in der Reihe der Hundebesitzer aus ganz Deutschland ist der Bielefelder Christian Paschen mit dem sechsjährigen Gerard vom Alten Rodenberg.

Die Idee zur Ausrichtung einer Deutschen Meisterschaft stammt von Bernhard Heidmeier, seit Urzeiten Vorsitzender des gastgebenden Klubs. „Nach der Deutschen Meisterschaft 2012 in Augsburg habe ich meinen Kollegen den Vorschlag unterbreitet, uns zu bewerben“, erklärt er. „Erfahrungen mit Jahressieger-Zuchtschauen im Heidewald-Stadion haben wir schließlich schon reichlich gesammelt.“ Nach der Zusage des Verbands ging die Arbeit für die 25 Aktiven des rund 90 Mitglieder zählenden Vereins richtig los. „Gut, dass wir nicht wussten, was alles an organisatorischer Arbeit auf uns zukommt“, sagt Heidmeier schmunzelnd.

Nachdem die bürokratischen Hürden nach einem halben Jahr Vorarbeit genommen waren, liegt es nun an den 36 Hunden, die buchstäblichen Hürden auf dem Heidewaldrasen zu überspringen. Unterteilt ist die Deutsche Meisterschaft in die jeweils mit 100 Punkten bewertbaren drei Teildisziplinen: Fährtensuche, Unterordnung sowie Schutzdienst. Bei der Fährtensuche müssen die Boxer drei Gegenstände aus Filz, Leder und Holz auf Äckern in Pavenstädt und Kattenstroth finden. Die anderen Übungen werden im Stadion absolviert.

Insgesamt werden 2000 bis 3000 Besucher erwartet – aus ganz Deutschland, wie Heidmeier betont. Auf dem dafür extra gesperrten Parkplatz-Areal sowie der benachbarten Kattenstrother Festwiese werden rund 80 bis 100 Wohnwagen aufgebaut. Die Mühen und die intensive, bis zu acht Stunden umfassende Trainingsvorbereitung erklärt Bernhard Heidmeier mit einem Augenzwinkern: „Hundesportler sind nicht ganz gar. Ansonsten läuft man nicht morgens um 5 Uhr auf dem Fährtenacker herum.“

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