Breitband-Ausbau lässt zu wünschen übrig
Bild: Dinkels
Baugruben für den Breitband-Ausbau finden sich auch noch an der Daltropstraße.
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„An vielen Stellen muss nachgearbeitet werden.“ Dabei geht es in erster Linie um das Verschließen der Löcher und Wiederherstellen der Oberflächen. Fugen seien unzureichend, Platten würden nicht vernünftig eingeschlämmt, bisweilen würden kaputte Platten und Steine verlegt. Auch das Engagement der Telekom, den Mängelanzeigen der Stadt nachzukommen, „könnte besser sein“, formuliert Buske zurückhaltend. Anrufer hätten auch unzureichende Absperrungen moniert und dass Verteilerkästen lange offen lägen. Weiter wollte der Fachbereichsleiter sich dazu nicht äußern.

Im Finanzausschuss klagte die Erste Beigeordnete Christine Lang am Abend: „Die Telekom hat nicht immer so sorgfältig gearbeitet. Da war auch viel Arbeit verwaltungsseitig dahinter.“

Ursprünglich waren zwei Unternehmen beauftragt worden, in Gütersloh rund 86 Kilometer Glasfaserkabel für die Telekom neu zu verlegen. Außerdem waren 183 neue Verteilerkästen vorgesehen. Bis zum ersten Quartal 2016 sollte jeder Gütersloher Haushalt mit der Vorwahl 05241 in den Genuss des schnelleren Internets kommen.

Eines war das Gütersloher Tiefbauunternehmen Horsthemke (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Verler Bohrtechnik-Unternehmen), das Anfang Mai Insolvenz anmelden musste. Es war allein für 35 Kilometer Leitungen zuständig, von denen 5,5 nicht in vorhandene Rohre gelegt werden konnten, sondern neu verbuddelt werden mussten.

Nach Informationen der „Glocke“ ist gegenwärtig nur ein Unternehmen mit den Arbeiten beschäftigt. Eine entsprechende Anfrage der „Glocke“ beantwortete Telekom-Sprecher André Hofmann kurz und knapp: „Es gibt keine Verzögerung bezüglich des Ausbaus. Vermarktungsstart ist und bleibt der 9. November 2015. Mehr gibt es von uns an dieser Stelle nicht zu sagen.“

Die Telekom hatte von der Bundesnetzagentur die Genehmigung für den Breitband-Ausbau bekommen. Die Stadt Gütersloh hatte keinen Einfluss auf die Vergabe. Sie ist lediglich die baurechtliche Genehmigungsbehörde für die Arbeiten im Tiefbau und die Wegesicherung, wie Bürgermeisterin Maria Unger (SPD) Anfang des Jahres im Rat klargestellt hatte.

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