Brücke am Westring kommt erst 2020
Bild: Dinkels
Aus Sicherheitsgründen ist die Fußgänger- und Radfahrerbrücke am Westring gesperrt. Ende November/Anfang Dezember soll das Mittelteil entfernt werden. Die beiden Zugänge sollen dann noch einmal besonders gegen unbefugtes Betreten gesichert werden.
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Das teilten die Technische Beigeordnete Nina Herrling und Alfons Buske, Leiter des Fachbereichs Tiefbau, am Dienstagabend im Planungsausschuss mit. Die Grünen zogen ihren Antrag für eine provisorische Ampel nach den Ausführungen der Verwaltung zurück.

„Die Brücke hat eine hohe Bedeutung und wird stark frequentiert“, sagte Buske am Mittwoch der „Glocke“. Deshalb gebe es auch keine Zweifel, dass sie ersetzt werde. 2019 solle der Planungsauftrag extern vergeben werden („Das können wir nicht selbst machen“). 300 000 Euro seien dafür nachträglich in den Haushalt eingestellt worden. Der Neubau, der für 2020 vorgesehen sei, wird zunächst mit zwei Millionen Euro veranschlagt. Sowohl die Kosten als auch die Dauer der Arbeiten seien letztlich abhängig vom Entwurf und von der Konstruktion der Brücke. Die Inbetriebnahme sei für 2021 geplant.

Buske berichtete, ursprünglich sei die Stadt von einer Sanierung ausgegangen. Allerdings hätten weitere Bauwerksuntersuchungen ergeben, dass die Brücke abgängig sei. Bei extremer Belastung drohe das ohnehin schon gebogene Bauwerk zu kippen. „Aus Gründen der Sicherheit gibt es keine Alternative zur Sperrung und zum Abriss“, sagte der Fachbereichsleiter. Seit dem Einsturz der Brücke in Genua am 14. August seien alle Brückenbauer besonders sensibel, merkte er an.

Das eingehängte Mittelteil der Brücke solle Ende November oder Anfang Dezember entfernt werden. Weil dazu die Bundesstraße gesperrt werden müsse, solle das an einem Wochenende geschehen. Die Verwaltung räumte im Ausschuss ein, dass sich für Fußgänger und Jogger in der Übergangszeit Umwege ergäben. Radfahrer nähmen die Umleitung über die Herzebrocker Straße gut an.

Eine provisorische Ampel sei keine Alternative, so Buske. Der Aufbau sei mit umfangreichen baulichen Maßnahmen und Abstimmungsprozessen verbunden. Aufwand und Kosten seien verhältnismäßig hoch. Eine grüne Welle auf der B 61 wäre nicht mehr gewährleistet. Eine provisorische Brücke würde laut Buske für Planung, diverse Abstimmungen sowie und Auf- und späteren Abbau einen längeren zeitlichen und nicht unerheblichen finanziellen Aufwand („sicher sechsstellig“) erfordern. Es wäre eine reine Fußgängerbrücke mit zwei Treppentürmen auf beiden Seiten.

Am Dienstag, 4. Dezember, soll der Planungsausschuss noch einmal über die Hintergründe informiert werden, sagte Buske.

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