Brücke schwebt am Haken über die Dalke
Am Haken des Schwerlastkrans schwebte die Brücke am Riegerpark von der Promenade über die Dalke in ihre endgültige Position. Bild: Dinkels

Schließlich soll der Baum, der vor vielen Jahren mit Bedacht an der Stelle gepflanzt worden war, nicht beschädigt werden. Und es gelingt. Erst wird eine angehängte Achse entfernt, dann die 8,2 Tonnen schwere Stahlkonstruktion leicht angehoben, damit der Tieflader in Richtung Wiesenstraße vorfahren kann. Der kurz abgesenkte Kran schwenkt mit der Brücke am Haken über die Dalke und bringt sie in Position. Dort soll sie für die nächsten Jahrzehnte die Ufer verbinden.

Mit einem Tieflader war die Brücke am Morgen aus Velbert nach Gütersloh gefahren worden. Es ist die inzwischen dritte Brücke, die von der Firma Jostmann für Gütersloh gefertigt wurde. Eine kreuzt die Dalke beim Seniorenzentrum Dr. Murken an der Neuenkirchener Straße, die zweite den Schlangenbach.

Etliche Beobachter verfolgen am Donnerstag den Aufbau am Riegerpark, darunter auch Volker Geißler vom zuständigen Fachbereich Grünflächen. Die Brücke wird auf die bestehenden Fundamente der früheren Holzbrücke aufgelegt und mit Spezialdübeln befestigt. Was offensichtlich fehlt, sind die Holzbohlen, die in den nächsten Tagen befestigt werden.

„Sobald die Brückenköpfe angeschlossen und die Wege wiederhergestellt sind“, werde die neue Brücke freigegeben, sagt Geißler. Das soll in etwa zehn Tagen der Fall sein. Eine offizielle Eröffnung mit dem Geldgeber ist für Sonntag, 4. September, geplant.

Die Gesamtkosten in Höhe von 50 000 Euro trägt die benachbarte Band- und Gurtweberei Güth & Wolf, die seit mehr als 120 Jahren ihren Firmensitz an der Dalke hat. Der Firmenschriftzug und die Jahreszahl 2011 sind auf beiden Seiten an den Enden der Geländer eingefräst. Das obere Geländerrohr trägt die Firmenfarbe Grün.

Schon vor den Brückenbauern haben Sascha Mennicke und Ulrich Heine von der Firma Kahleis Garten- und Landschaftsbau begonnen, die Böschungen einzusäen und mit Vegetationsmatten zu befestigen. Dort soll das Grün wieder sprießen.

Der Austausch der alten Holzbrücke war nach Angaben der Stadt notwendig geworden, weil eine Sicherheitsprüfung „gravierende Mängel“ zutage gefördert hatte. Angesichts der Finanzknappheit der Stadt sprang Güth & Wolf in die Bresche.

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