Brückenbauwerk wird illuminiert
Bild: Dinkels
Mit einsetzender Dämmerung wird seit Dienstag die Illumination des Brückenbauwerks an der Lindenstraße abends eingeschaltet. Am Montag gab es bereits einen zweistündigen Testlauf.
Bild: Dinkels

 Möglich macht das eine Förderung der Hamburger Stiftung „Lebendige Stadt“. „Mit dem Licht wollen wir Verbindungen schaffen und Barrieren abbauen“, sagte Bürgermeisterin Maria Unger (SPD), bevor sie in der Technikzentrale am Parkhotel den Lichtschalter betätigte. Gerade für Frauen werde damit ein Hemmnis abgebaut, durch die ehemals dunkle Unterführung zu gehen. „Wir freuen uns über dieses Licht“, sagte Unger. Es erhelle das Tor zur Stadt.

Alfons Buske, Leiter des Fachbereichs Tiefbau, wies auf den energiesparenden Charakter der neuen LED-Beleuchtung hin. Gegenüber der früheren Beleuchtung würden der Stromverbrauch und damit auch die Energiekosten um rund 70 Prozent sinken. Gerhard Fuchs von der Hamburger Stiftung, die das Projekt mit 25 000 Euro gefördert hat, sprach von einer „ästhetischen Veränderung, die den Unterbau des Brückenwerks sichtbar macht“.

Insgesamt wurden 24 deutsche Städte gefördert. In Hamburg Altona hatte die Stiftung 2010 ein Pilotprojekt initiiert. Alfons Buske war auf die Ausschreibung aufmerksam geworden. Der Hamburger Unternehmer und Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, Alexander Otto, in einer Stellungnahme: „Es freut uns, dass die Stadt unser Angebot zur Aufwertung öffentlichen Raums genutzt hat und unserem Förderprogramm angehört. Gütersloh beweist damit Handeln im Sinne einer lebendigen Stadt.“

Zusätzlich zu der ohnehin vorhandenen Fahrbahnbeleuchtung sind auf beiden Seiten der Unterführung jeweils neun LED-Strahler montiert worden, die mit blauem Licht für eine effektvolle Illumination der Unterkonstruktion sorgen. Die Unterführung wurde in den 20er-Jahren errichtet. Sie ist 150 Meter lang und 15 Meter breit. Sie gilt als Tor zur Gütersloher Innenstadt, das täglich von etwa 15 500 Kraftfahrzeugen, etwa 2100 Radfahrern und mehr als 1500 Fußgängern genutzt wird.

Konzeptionell wurde das Projekt von der Firma Philips umgesetzt. Die Installation der Strahler erfolgte in Abstimmung mit der Deutschen Bahn als Eigentümerin des Bauwerks im Wesentlichen durch Auszubildende der Netzgesellschaft Gütersloh (NGT), die bei den Stadtwerken das Elektrohandwerk erlernen.

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