Brunnenstube speist demnächst die Fontänen
Die Brunnenstube wird in die vorher vorbereitete Grube auf dem Konrad-Adenauer-Platz eingelassen. Sie ist das zentrale technische Element für die Wasserversorgung und Technik rund um das Fontänenfeld und die Bewässerung der Grünflächen.

 Mithilfe eines mobilen Krans wurde das 33 Tonnen schwere Teil in eine vorher vorbereitete Grube eingelassen. Die sechs Meter lange und knapp drei Meter breite Brunnenstube unterteilt sich in zwei Kammern, die jeweils von oben über einen Einstieg betreten werden können.

 „Die erste Kammer beinhaltet die Zisterne, in der zweiten befindet sich der Technikraum. In der Zisterne wird das Wasser aus dem Fontänenfeld über einen Rücklauf gesammelt und nach der Filterung, die das Wasser von Schmutz und Dreck reinigt, wieder zurück in den Kreislauf geführt“, erläutert Dirk Buddenberg vom Fachbereich Grünflächen. Dabei würden Wasserverluste, wie etwa durch Verdunstung, automatisch nachgespeist.

Im Technikraum befindet sich die Elektrotechnik der Anlage. Außer der Stromversorgung für Pumpen und Beleuchtung ist dort die Technik rund um die Fontänen zu finden: Die große Umwälzpumpe versorgt die Düsen mit Wasser. Zudem enthält der Technikraum der Brunnenstube wichtige Filter- und Dosieranlagen zur Wasseraufbereitung.

Der Strom für die Brunnenstube kommt aus dem Keller des Rathausgebäudes I, die Wasserversorgung aus dem Keller von Rathausgebäude II. Dort befindet sich auch die notwendige Enthärtungsanlage, die dafür zuständig sind, dass das Frischwasser auf die erforderlichen Härtegrade aufbereitet wird. Damit alles rund läuft, brauche es ein Zu- und Abluftsystem. Die Lüftungsöffnungen dafür würden geschickt und unauffällig in die Sitzblöcke parallel der Berliner Straße eingearbeitet, heißt es aus der Verwaltung. Nicht wiederverwendbares Wasser aus Reinigung und Rückspülung werde direkt aus der Brunnenstube in einen angrenzenden Schmutzwasserkanal gepumpt.

Das Fontänenfeld besteht aus mehr als 36 Düsen, die das Wasser in die Höhe drücken. Die Höhe wird dabei zwischen einem Meter am äußeren Rand und bis zu vier Metern im Zentrum des Felds variieren. Bei Windböen steuern die Düsen automatisch herab. Die Fontänen werden in der Dunkelheit außerdem dezent beleuchtet.

 Auch die Technik zur Bewässerung der drei Rasenflächen liegt in der Brunnenstube. Das Wasser gelangt unterirdisch mit Hilfe von Tropfrohren und Wasserspeichermatten zum Grün. Die Bewässerung wird ebenfalls automatisch betrieben – im Rasen befindet sich ein Feuchtesensor, der bei Trockenheit die Bewässerung in Gang setzt, so Buddenberg.

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