Bruno erschnüffelt sieben Kilo Marihuana
Feine Nase: Zollhund Bruno hat dazu beigetragen, dass zwei mutmaßliche Drogenschmuggler festgenommen werden konnten.

Bei einer Kontrolle auf der Autobahn 2 in Höhe der Anschlussstelle Gütersloh-Nord hielten Beamte des Hauptzollamts Bielefeld am Freitagabend den Wagen an. Der Fahrer, der in Richtung Hannover unterwegs war, gab an, er habe in Dortmund ein Auto gekauft. Wo genau, wisse er nicht mehr, und Belege für den Kauf oder die Zahlung könne er auch nicht vorlegen. In der Jackentasche des Mannes fanden die Beamten dagegen die Hotelkarte eines niederländischen Hotels, die eine Übernachtung vom 7. auf den 8. Dezember belegte. Die Geschichte des Autokaufs schien unglaubwürdig, erklärt das Hauptzollamt in einer Mitteilung.

Die Frage nach mitgeführten verbotenen Gegenständen verneinten sowohl Fahrer als auch Beifahrer. Die Beamten führten einen Drogenwischtest an den Händen der Männer durch. Er zeigte einen Hinweis auf Amphetamine. Die Zöllner entschieden, Bruno zu Hilfe zu holen. Der Hund schnüffelte sich durch das Fahrzeug. An der Rücksitzbank zeigte er besonderes Interesse.

Sein Hundeführer entdeckte dort einen extra hergerichteten Hohlraum, in dem mehrere in schwarze Folie gewickelte Pakete versteckt worden waren. Das Auto wurde in einer Werkstatt intensiv unter die Lupe genommen. Dabei kamen sechs Päckchen mit insgesamt sieben Kilogramm Marihuana zum Vorschein. „Auf dem Schwarzmarkt hätte das Rauschgift für 69 000 Euro verkauft werden können“, kommentierte Kirsten Schüler, Pressesprecherin des Hauptzollamts Bielefeld, den Erfolg ihrer Kollegen.

Zusätzlich fanden die Zöllner einen Kanister, dessen Inhalt positiv auf einen Rauschgifttest reagierte. Um welche Art Flüssigkeit es sich handelt, soll eine weitere Untersuchung ergeben. Die Beamten nahmen die mutmaßlichen Rauschgiftschmuggler fest und brachten sie in das Gewahrsam der Polizei in Gütersloh. Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Hannover.

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