Büro plant Wettbewerb für Kaserne
Bild: Dinkels
Im Offizierscasino an der Verler Straße soll im Rahmen eines städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs eine Werkstattwoche an Ort und Stelle stattfinden mit insgesamt zwei öffentlichen Foren. Stadtsprecherin Susanne Zimmermann: „Wir stehen grundsätzlich im regelmäßigen Austausch mit der Bima. Erste Vorbereitungsgespräche auch im Hinblick auf den Abzug der britischen Streitkräfte wurden bereits miteinander geführt.“
Bild: Dinkels

Ob das rund 34 Hektar große Kasernengelände tatsächlich in den Besitz der Stadt gelangt, steht angesichts der schwierigen Gespräche mit der Bima zum Ankauf von Liegenschaften an anderer Stelle noch gar nicht fest. Sie geht aber davon aus und hat schon ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeiten lassen. Darin sind jenseits der Frage nach dem Erhalt von Gebäuden und Neubauten künftige Nutzungen umrissen.

Ein wesentliches Ziel ist, im nördlichen Bereich Wohnraum zu schaffen. Die Rede ist von an die 1000 Wohnungen im Geschosswohnungsbau. Im südlichen Bereich etwa der heutigen Panzerhallen ist Gewerbe vorgesehen. Weitere Stichwörter sind Wissenschaft und Bildung. So liebäugelt die Verwaltung mit einem Umzug der Fachhochschule und einem Bildungscampus auf dem Gelände. Vorgesehen sind außerdem eine Quartiersmitte und Mischnutzungen sowie Grünflächen. Geregelt werden müssen Fragen des Verkehrs, der Energieversorgung, des Klimaschutzes und der Digitalisierung.

„Ziel des Wettbewerbs ist die Erarbeitung eines städtebaulichen und freiraumplanerischen Gesamtkonzepts für das Mansergh Quartier“, heißt es in einer Vorlage für den Hauptausschuss am Montag, 8. Juli (17 Uhr, Ratssaal). Es soll den Rahmen für die zukünftige Entwicklung des Kasernengeländes bilden. Das Büro Faltin und Sattler sieht einen Wettbewerb mit einem kooperativen Verfahren als Entwurfswerkstatt vor, in dem Stadtplaner und Landschaftsarchitekten Arbeitsgemeinschaften eingehen sollen. Aus den eingegangenen Bewerbungen sollen vier Entwurfsgemeinschaften ausgewählt werden. Bei gleicher oder ähnlicher Qualifikation soll das Los entscheiden.

Kern des Wettbewerbs ist eine Werkstattwoche, die nach Vorstellung der Stadtverwaltung im Offizierskasino stattfinden soll. Dazu gebe es derzeit Abstimmungen mit der Eigentümerin, heißt es in der Vorlage. Als Auftakt der Werkstattwoche ist eine Bürgerversammlung geplant, in der die Aufgabe vorgestellt wird und die Möglichkeit zur Besichtigung besteht. Am Ende der Woche sollen die Teams ihre Entwürfe ebenfalls in einer öffentlichen Veranstaltung vorstellen. Erst danach soll das Preisgericht tagen.

 „Ein wesentlicher Aspekt soll auf der Transparenz des Gesamtverfahrens liegen“, heißt es in der von Bürgermeister Henning Schulz unterzeichneten Vorlage.

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