C-City: Ein kulturelles Mammutprojekt
Foto: Bussieweke
Haben Großes im Sinn: (v. l.) Lena Jeckel (Leiterin des Fachbereichs Kultur), Künstlerin Nirgül Kantar, Daniela Daus (Fachbereich Kultur), Karin Delbrügge als Verantwortliche für Städtepartnerschaften und Kulturdezernent Andreas Kimpel.
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Anschließend müssen die Gelder für das Konzept im Frühjahr in den Haushalt eingebracht und dann verabschiedet werden. Bisher klingt das Konzept noch ein wenig vage. Kein Wunder angesichts der Tatsache, dass bis zum geplanten Start noch einige Jahre ins Land ziehen. 

Zusammenarbeit mit Güterslohs Partnerstädten geplant

Kulturdezernent Andreas Kimpel erläuterte am Dienstag trotzdem schon einmal, was es damit auf sich hat. An erster Stelle stehe für den Moment die Zusammenarbeit mit Güterslohs Partnerstädten – besonders mit Châteauroux (Frankreich), Grudziadz (Polen) und Falun (Schweden). 

Diese Akteure sollen mit Start des Projekts ein kulturelles europäisches Netzwerk aufbauen. Das heißt: Kulturschaffende zusammenbringen, Konzerte mit Künstlern unterschiedlicher Nationen initiieren, europäische statt nationale Kultur in den Vordergrund stellen. 

„Kultur ist eine Sprache, die jedes Land spricht“

Andreas Kimpel spricht von Zusammenarbeit nach dem Bottom-Up-Prinzip (Von unten nach oben). „Kultur ist eine Sprache, die jedes Land spricht“, sagt er. Besonders mittelgroße Städte wie Gütersloh seien Zentren für die Künstlerszene. Und die Kultur helfe dabei, räumliche Grenzen genauso wie Schranken in Köpfen zu überwinden. 

Von diesem Punkt ausgehend könnten auch weitere Bereiche – Wirtschaft und Politik etwa – behandelt werden. Je nach Erfolg des Projekts sollen weitere Akteure aus ganz Europa dazukommen. Diese internationale Kulturarbeit stecke aktuell noch in den Kinderschuhen. „Sie ist ein zartes Pflänzchen und muss behutsam gegossen werden“, sagt Andreas Kimpel. 

Mammutbaum statt zartem Pflänzchen

Statt eines zarten Pflänzchens hätte Nirgül Kantar lieber einen Mammutbaum. Es ist ja auch ein Mammutprojekt, das sie da geplant hat. Mit ihrer Aktion, die sie „Europas Künstlerweg“ getauft hat, möchte die Künstlerin aus Isselhorst an 42 Tagen im Jahr jeweils eine Marathonstrecke hinter sich bringen. 

Dabei will sie ganz Europa besuchen – und Künstler sowie Orte mit großer kultureller Bedeutung besuchen und das Interesse an einem Kulturnetzwerk abtasten. Unterstützt wird sie vom Fachbereich Kultur, der Start ist für 2022 geplant – zumindest, wenn das Konzept C-City durchgewunken wird. 

Jedes Jahr in eine andere Himmelsrichtung

In der Theorie will Nirgül die 42-Tage-Route bis 2028 einmal im Jahr unter die Füße bringen. Jedes Jahr soll es von Gütersloh aus im Uhrzeigersinn in eine andere Himmelsrichtung gehen. „Das wird unglaublich emotional“, ist sich die Künstlerin sicher.

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