Chefarzt am Klinikum vorgestellt
Zufrieden: Der neue Chefarzt Dr. Michael Maringka findet im Klinikum Gütersloh jene Apparaturen vor, mit der seine gesteckten Ziele in der Gefäßchirurgie verwirklichen will.  Bild: Scheffler

Das sagte der von Stendal in die Dalkestadt gewechselte Chirurg am Dienstag vor der Presse. „Wir haben uns Zeit gelassen mit der Suche, waren dann aber von Dr. Maringka sofort begeistert“, erläuterte Geschäftsführerin Maud Beste. Sein Humor und seine Fachlichkeit hätten überzeugt. Beste: „Er passt gut ins Haus rein.“

Für den in Indonesien geborenen und im Alter von fünf Jahren nach Deutschland gekommenen Mediziner gab es mehrere Gründe, seine Stellung in der Klinik in Sachsen-Anhalt, wo er als Chefarztvertreter tätig war, aufzugeben. „Die Perspektive in Gütersloh ist besser“, so Maringka, der ein kleines Kollegenteam, das er schon aus seiner Zeit in Hannover kennt, vom Johanniter-Krankenhaus Stendal gleich mitbrachte.

So kümmert sich Dr. Holger Wienecke ab sofort um das venöse Spektrum der Gefäßmedizin, während der frischgebackene Chefarzt seine Schwerpunkte im arteriellen Bereich setzt. Speziell den Bereich der schonenden und zeitsparenden Hybrid-Chirurgie, bei der Eingriffe mit endoskopischen Methoden kombiniert werden, will Maringka ausbauen und weiß die Geschäftsführerin auf seiner Seite. „Wir sind apparativ optimal ausgestattet, da hat uns Maud Beste jegliche Sorge genommen“, betonte der Chefarzt.

Weil der in Hannover und in Houston/Texas ausgebildete Gefäßspezialist, der in Gütersloh eine „Medizin auf höchstem Stand“ anbieten will, sagte ihm Beste einen neuen OP-Saal, die Nummer acht im Klinikum, zu, in dem Hybrid-Operationen mit Röntgen-Unterstützung durchgeführt werden können. Der Baubeginn ist für 2013, die Fertigstellung für 2014 vorgesehen. Das Investitionsvolumen bezifferte Beste auf 2,5 Millionen Euro. Maringka, dessen Frau als Ärztin in der Allgemeinchirurgie des Klinikums angestellt wurde, weiß, was auf ihn zukommt.

In der Gefäßchirurgie werden jährlich 1000 Patienten stationär, 5000 ambulant behandelt. Während Altstaedt die Ambulanz noch alleinverantwortlich stemmen musste, wird dank des neu geschaffenen Medizinischen Versorgungszentrums die Belastung nunmehr auf vier Schultern verteilt. „Wir wollen die Wartezeiten für Patienten abbauen“, nennt Maud Beste ein wichtiges Ziel. Derzeit sind es 15 Wochen.

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