Damit bei der Wahl alles glattgeht
Zeichnen für die Landtagswahl in Gütersloh verantwortlich: Birgit Wollenberg mit Dr. Markus Kremer (Mitte) und Alexander Täffner im Büro des Rats und der Bürgermeisterin.  Bild: Dinkels

Die Abwicklung der vorzeitigen Landtagswahl am 13. Mai. Just an dem Tag war die Kommunalbeamtin als Nachfolgerin von Michael Wittenstein aus dem Fachbereich Stadtplanung in das Team von Dr. Markus Kremer gewechselt. Im Rathaus ist sie damit federführend mit den Wahlen betraut. Eigentlich hatte sie nach eigenen Worten damit gerechnet, sich ab Sommer allmählich um die Bundestagswahl im September 2013 zu kümmern. Und nun muss sie vorher schon eine komplette Wahl organisieren.

Erfahrung bringt Birgit Wollenberg, seit 1989 bei der Stadt, von der anderen Seite des Schreibtischs mit, denn als Wahlvorstand war sie schon bei vielen Urnengängen ehrenamtlich im Einsatz. Außerdem kann sie auf den Rat von Wittenstein zählen, der seinen Schreibtisch jetzt in der Schulverwaltung hat.

Die Aufgaben sind vielfältig: Die Wählerlisten müssen aktualisiert werden. Stichtag ist der 8. April, also Ostersonntag. Bei einem Probelauf in dieser Woche kam man auf 71 156 Wahlberechtigte in Gütersloh. Wählen darf in der Kreisstadt auch, wer sich nach dem Stichtag als Einwohner im Bürgerbüro anmeldet.

Auch an der Kandidatenkür ist Wollenberg mit ihrem Team, zu dem seit Montag auch Alexander Täffner (34) gehört, beteiligt. Wer sich als Einzelkandidat um ein Direktmandat im Wahlkreis 95 (Gütersloh, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz) bewirbt, benötigt bis Dienstag, 18 Uhr, 100 Unterstützerunterschriften. Wer landesweit für die Zweitstimme kandidiert, braucht 1000. Im Rathaus werden die Unterzeichner überprüft.

Eine weitere Herausforderung: Binnen kurzer Zeit müssen knapp 530 Wahlhelfer mobilisiert werden, acht für jeden der 54 Gütersloher Stimmbezirke und der 12 Briefwahlbezirke. „20 haben sich schon freiwillig gemeldet“, berichtet Wollenberg der „Glocke“. Für die Masse greife man auf die „alten Hasen“ zurück. Vor allem die Parteien melden Wahlhelfer aus ihren Reihen.

Nächste Woche wird im Rathaus auch ein Back-Office eingerichtet, von dem aus dann auch die anderen Aufgaben bewältigt werden wie die Einrichtung der Wahllokale und der Versand der Briefwahlunterlagen. Irgendwann nach dem 16. April – an dem Tag werden die Wahlbenachrichtigungen in die Post gegeben – wird im Bürgerbüro auch ein Briefwahlbüro eingerichtet.

 „Es ist eine Menge Arbeit, die überraschend auf uns zugekommen ist. Das muss gestemmt werden. Aber wir schaffen das“, verspricht Dr. Jürgen Kremer, Leiter des Büros des Rats und der Bürgermeisterin. Kremer schmunzelnd: „Die Wahl findet statt.“

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