Diana Amft spinnt sich ein Kinderbuch
TV-Liebling Diana Amft ist mit der Geschichte "Die kleine Spinne Widerlich" unter die Kinderbuchautoren gegangen.

 „Die Glocke“ sprach mit der in Gütersloh geborenen und in Herzebrock-Clarholz aufgewachsenen 35-Jährigen übers Schreiben und Schauspielen.

„Die Glocke“: Frau Amft, wann haben Sie sich zum letzten Mal in einem Spinnennetz verfangen?

 Amft (lacht): Das muss schon lange her sein, vermutlich als Jugendliche, irgendwo im Pferdestall oder auf dem Heuboden.

 „Die Glocke“: Und daraus hat sich eine Spinnenphobie entwickelt, die Sie nun per Kinderbuch aufarbeiten möchten?

Amft: Ich habe keine Phobie, wohl aber ein Ekelgefühl, wie es viele Menschen vor Spinnen empfinden.

 „Die Glocke“: Dafür sieht die kleine Spinne Widerlich mit ihren

Diana Amft, Jahrgang 1975, machte eine Ausbildung als Justizfachangestellte am Amtsgericht Rheda-Wiedenbrück, ehe sie sich ihrer großen Leidenschaft, der Schauspielerei, zuwandte. Seit 1999 ist sie in Film und Fernsehen zu sehen. Für ihre Rolle in „Doctor’s Diary“ erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis und den „Romy 2011“. Amft  war neun Jahre mit dem US-Regisseur Granz Henman verlobt, ehe sie im Februar 2011 mit RTL-Aufnahmeleiter Arne Regul zusammenkam.
großen Augen aber recht niedlich aus.

 Amft: Das liegt an der Geschichte, die ich mir zur eigenen Beruhigung ausgedacht habe, als mal eine Spinne in meiner Wohnung war. Ich wollte sie nicht töten, habe mich aber auch nicht getraut, sie anzufassen und rauszutragen. Also habe ich mir überlegt, wie diese Begegnung wohl aus ihrer Sicht aussieht und was sie ihrer Familie darüber erzählen würde. Das hat geholfen.

„Die Glocke“: Haben Sie lange gebraucht, um die Geschichte zu schreiben?

Amft: Nein, das ging ganz schnell. Aber es hat zwei Jahre gedauert, bis ich mich getraut habe, sie zu veröffentlichen.

„Die Glocke“: Warum?

Amft: Schreiben ist etwas Besonderes, das kommt von einem selbst. Und die fertige Geschichte ist dann wie ein Kind, das man loslassen muss. Das ist gar nicht so einfach.

„Die Glocke“: Wird es weitere Bücher von Ihnen geben?

 Ampft: Ich arbeite gerade an einem Erstlesebuch. Das wird ganz süß.

 „Die Glocke“: Macht Ihnen das mehr Spaß, als vor der Kamera zu stehen?

Amft: Es ist etwas ganz anderes und es ist etwas ambivalent. Einerseits entspannt und erfüllt mich das Schreiben, andererseits ist es frustrierend, wenn es mal hakt. Das fühlt sich dann an, als würde man wieder Hausaufgaben machen. Und die habe ich gehasst.

„Die Glocke“: Sie bleiben der Schauspielerei aber treu?

Amft: Auf jeden Fall. Anfang November starten schon die Dreharbeiten zu einem neuen Kinofilm. Ohne zu viel zu verraten: Es handelt sich dabei um eine Komödie mit Tiefgang.

„Die Glocke“: Stört es Sie, dass Sie in Ihren Rollen auf die lebensfrohe und romantische Blondine festgelegt werden?

 Amft: Nö, es schmeichelt mir, eher als Sympathiefigur statt als Oberzicke zu gelten. Obwohl das sicherlich auch Spaß machen kann.

„Die Glocke“: Was würden Sie gern mal spielen?

Das Kinderbuch „Die kleine Spinne Widerlich“ ist eine Mutmachgschichte für Kinder ab vier Jahren. Die Illustrationen stammen von Martina Matos, die in Lissabon Kunstmalerei studierte und seit 2004 als freie Illustratorin in Deutschland lebt. Sie gestaltete auch das Hochzeitsmärchen „Der verliebte Zylinder“.

 „Die kleine Spinne Widerlich“, Baumhaus-Verlag,

 ISBN 978-3-8339-0059-4

12,99 Euro.

Amft: Zwillingsschwestern. Jeder Schauspieler träumt davon, seine Bandbreite zu zeigen und solch eine Doppelrolle bietet die Chance dazu. Ich hätte auch Lust auf ein Remake, am liebsten in Schwarz-Weiß.

„Die Glocke“: Ihre Karriere läuft gut. Wie wichtig sind Ihnen Auszeichnungen wie der Adolf-Grimme-Preis  oder „Die goldene Nymphe“ für ihre Rolle in „Doctor’s Diary“?

Amft: Ich habe mir nie einen steilen Karriereweg vorgestellt, ich wollte immer nur möglichst vielfältig in meinem Beruf arbeiten und bin dankbar, dass ich mich mit jeder neuen Rolle weiterentwickeln kann. Und was die Preise angeht, so ist es doch ein Riesenkompliment, sowohl vom Publikum als auch von einer kritischen Branchenjury ausgezeichnet zu werden.

Was Diana Amft aus ihrem Privatleben erzählt und über ihren Heimatort Herzebrock-Clarholz lesen Sie in der Glocke vom 1. Oktober

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