Die erste Brunnenplatte am Theater liegt

Vom Kran heruntergelassen und mit Hilfe von Seilen in schweißtreibender Millimeterarbeit an die richtige Stelle über den ersten drei installierten Spritzdüsen bugsiert, zeigte sich Markus Borgmann von Roehse und Fischer sehr zufrieden: „Wir liegen perfekt im Zeitplan“ erklärte er. Seine Mitarbeiter hatten Anfang Juni damit begonnen, rund 300 Quadratmeter Pflaster aufzunehmen, um Platz zu schaffen für die notwendigen Vorarbeiten sowie für Strom- und Wasserleitungen.

In der vergangenen Woche konnte die viereinhalb mal zwei Meter große, gut drei Meter tiefe Pumpenkammer eingesetzt werden. Sie ist eine Art kleiner unterirdischer Keller, von dem aus die Brunnentechnik bedient und gewartet werden kann. Sie besteht aus einem Trocken- und einem Nassraum. Im ersteren sind alle Anlagen zur Steuerung, einschließlich der fürs Licht, untergebracht. Im anderen befindet sich die Umwälzanlage des Brunnens. „Alles vergleichbar mit der Brunnentechnik am Berliner Platz“, erläutert Dirk Buddenberg vom Grünflächenamt.

Und wie dort wird auch der Brunnen auf dem Theatervorplatz nur zwischen Frühjahr und Ende Herbst sprudeln, ehe er „Winterschlaf“ hält. Ansonsten darf man sich auf ein illuminiertes Wasserspiel mit regulierbarer Fontänenhöhe freuen, das nicht zuletzt durch die Spiegelung in der gigantischen gläsernen Theaterfassade für spektakuläre Bilder sorgen dürfte.

 In der kommenden Woche werden die beiden restlichen gleich großen und schweren, gut 20 Zentimeter dicken Platten aus portugiesischem Granit angeliefert und in den Boden eingelassen. Aus jeweils drei Düsen pro Platte sollen dann die Fontänen bis zu drei Meter hochschießen. Bei starkem Wind sorgt ein Regler dafür, das die Fontänen nicht aus der Richtung geraten.

 Sind die drei Platten erst in einem spezialhaftenden Mörtel festgelegt, wird das auf dem Platz gestapelte Pflastermaterial zur Einfassung wiederverwendet. Spätestens am Sonntag, 16. August, soll alles fertig sein. Denn dann findet vor und im Theater das Kinder-Kultur- und Spielfest „Donnerlüttken“ zum Thema „1001 Nacht“ statt. D

ass damit auch der Brunnen offiziell eingeweiht werden soll, passt gut. Denn nahezu märchenhaft ist, dass die Stadt Gütersloh dank der großzügigen Millionen-Spende des Unternehmers Werner Gehring ihre ursprüngliche Theaterplatzplanung nach dem Siegerentwurf aus dem Jahr 2008 des Berliner Büros WES Landschaftsarchitektur jetzt endlich realisieren konnte. Aus der Spende wurden 270 000 Euro für die Brunnenanlage verwendet.

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