Digitalisierung muss gestaltet werden
Bild: Darhoven
Laden zum Mitmachen ein: Bürgermeister Henning Schulz, Bestsellerautorin Nina George, Leon Kaiser, Autor bei netzpolitik.org, Klaus Vitt, Staatssekretär und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik, und Moderatorin Kristina Sterz.
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 „Die gilt allerdings auch bei uns erst ab dem nächsten Tag“, betonte Laanemäe mit einem Augenzwinkern. Bei der Auftaktveranstaltung Digitaler Aufbruch Gütersloh erklärte Laanemäe, um die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen, müssten drei Prinzipien beachtet werden: die Anbindung aller Verwaltungsprozesse, so dass sie unkompliziert zugänglich seien, die Möglichkeit der persönlichen digitalen Identifikation und die Sicherheit. „Der Staat sammelt nur wenige Daten“, erläuterte Laanemäe. Und sie würden getrennt gespeichert.

Entscheiden, wie der digitale Alltag von morgen aussieht

Bestsellerautorin Nina George stellte das selbstfahrende Auto vor, das einem Kind ausweichen und in Bruchteilen einer Sekunde entscheiden muss, ob es vor die Mauer fährt und damit seinen Besitzer ins Jenseits befördert oder lieber in die Gruppe am Straßenrand steuert, in der eine Frau steht, die sowieso in zwei Jahren sterben müsste. „Wen töten, wen retten?“, fragte George das Publikum im Theatersaal. „Wer entscheidet über den Algorithmus, der über Tod und Leben entscheidet?“ Künstliche Intelligenz sei nur so schlau, gerecht und fair wie die Menschen. „Wir sind es jetzt, die darüber entscheiden, wie der digitale Alltag von morgen aussieht“, betonte sie.

Was ist in Gütersloh von Nutzen

Und sie war damit eine der Impulsgeberinnen der Auftaktveranstaltung, die den Bürgern Lust machen soll, die Digitalisierung in ihrer Stadt mitzugestalten. „Wir wollen herausfinden, was von dem, was möglich ist, für uns in Gütersloh von Nutzen ist“, erklärte Bürgermeister Henning Schulz. Nach dem Auftakt im Theater ist ein Beteiligungsprozess auf verschiedenen Ebenen vorgesehen. Ziel ist die Erarbeitung einer digitalen Agenda für die Stadt. Am Freitagabend loteten auch Staatssekretär Klaus Vitt, Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik, Sebastian Borek, Geschäftsführer der Founders Foundation, und Martin Fugmann, Leiter des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums, aus, was auf kommunaler Ebene möglich ist.

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