Drei Partner für die Außenwerbung
Bild: Dinkels
Partner für die Außenwerbung: (v. l.) Andrea Tegtmeier und Heinz-Achim-Schulte vom Mediateam Stadtservice Berlin mit einem Mastschild, Stadtbaurat Henning Schulz, Tobias Modersohn von der Firma Westfa Werbung aus Herford und Andreas Sentis, Schwarz Außenwerbung aus Konstanz, mit einem Bild von einem City-Light-Poster vor dem Rathaus.
Bild: Dinkels

In Verbindung mit den Buswartehäuschen hatte die Stadtverwaltung im April vorigen Jahres mit dem Segen der Politik auch die Werberechte neu ausgeschrieben, die bisher bei den Firma JC Decaux und DSM Stroer lagen. Ziel: höhere Einnahmen erzielen. „Das ist bei der Diskussion um die Fahrgaststände etwas untergegangen“, sagte Stadtbaurat Henning Schulz am Donnerstag bei der Vorstellung der neuen Partner.

„Es hat sich herausgestellt, dass es im Werbemarkt eine Form der Spezialisierung gibt“, sagte Schulz weiter. Deshalb gebe es nun drei Partner. Die Konzessionen seien zum Jahresbeginn vergeben worden.

Den Zuschlag für die Mastschilder hat die Firma Mediateam aus Berlin erhalten. Sie wird 200 Mastrahmen für Veranstaltungswerbung und 200 weitere für die Dauerwerbung etwa für Firmen, Hotels, Tankstellen und Märkte aufhängen. 100 sind schon da, von denen die Stadt 50 kostenfrei für heimische Kulturträger belegen kann.

Das Unternehmen soll auch dafür sorgen, dass unerwünschte Papp-Plakate und Aufsteller verschwinden. Ausnahme: „Werbung von Kleinstveranstaltern für soziale und gemeinnützige Zwecke wird weiterhin möglich sei“, so Schulz. Für Kindertagesstätten, die einen Flohmarkt bewerben wollen, werde es damit nicht teurer als bisher.

Für größere Werbeflächen hat die Stadt einen Vertrag mit der Firma Westfa aus Herford abgeschlossen. Sie plant 20 Großflächenstandorte und zehn City-Star-Anlagen. Die Zahl der Litfaßsäulen soll auf noch zwölf reduziert werden. Die Standorte sollen in Absprache mit der Stadt in den nächsten Wochen festgelegt werden.

Bleiben die beleuchteten City-Light-Poster, auch Stadtinformationsanlagen genannt: Mit der Firma Schwarz Außenwerbung aus Konstanz wurden nach Angaben der Stadt 87 Standorte bereits vermarktet. Weitere Standorte neben den neuen, noch aufzustellenden Buswartehallen sollen folgen. Die Konzessionäre kümmern sich selbstständig um Werbekunden. Ihnen sind keine Beschränkungen auferlegt. Allerdings sehe man beispielsweise von Tabakwerbung im Umfeld von Schulen ab, sagte Westfa-Geschäftsführer Tobias Modersohn. Für die Wartung sorgen die Firmen selbst.

Und was macht den Reiz am Standort Gütersloh aus? „Gütersloh zeichnet sich durch eine sehr gute Kaufkraft aus“, sagte Modersohn. Das mache die Stadt für Werbekunden interessant. Außerdem sei sie in seinem Fall Nachbar des Firmensitzes Herford. Schwarz-Niederlassungsleiter Andreas Sentis ergänzte, in der Region Gütersloh gebe es große Unternehmen, für die Außenwerbung interessant sei.

Einnahmen für die Stadt

Für das Haushaltjahr 2015 erwartet Stadtbaurat Henning Schulz Einnahmen aus den drei Konzessionen in Höhe von etwa 75 000 Euro. Sie stehen auch schon im Haushaltsentwurf. Mittelfristig erwarte er jedes Jahr einen sechsstelligen Betrag, wenn alle Konzessionen und Standorte voll ausgeschöpft würden. Damit sei die Neuvergabe für die Stadt Gütersloh unter dem Strich ein Gewinn, rechnete Schulz vor. Die Einnahmen hätten zuvor bei rund 15 000 Euro pro Jahr gelegen. Allerdings habe die Kommune die Stromkosten für die beleuchteten Anlagen tragen müssen, immerhin 40 000 Euro pro Jahr. Somit habe die Stadt stets 25 000 Euro zugezahlt.

Kosten entstehen dafür jetzt an anderer Stelle. Weil Nachverhandlungen mit der Firma JC Decaux zu keinem Ergebnis geführt hatten, will die Verwaltung 120 neue Fahrgastunterstände selbst aufstellen und warten. Von den Kosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro soll der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe 1,6 Millionen Zuschuss zahlen. 200 000 Euro bleiben für die Stadt. Die Verwaltung nennt jährliche Instandhaltungskosten in Höhe von rund 20 000 Euro, die bisher nicht zu veranschlagen waren. Außerdem müssen 30 temporäre Unterstände aus Holz bezahlt werden, die mit 54 000 Euro veranschlagt sind (pro Stück 1800 Euro).

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