Dreiecksplatz unter neuer Führung
Bild: Dünhölter
Gehen mit Elan ans Werk: (v. l.) Wendy Goth, Volker Kathöfer, Vorsitzender Hans Hermann Strandt und Martin Schildmacher sind die neuen Programmmacher der Kulturgemeinschaft.
Bild: Dünhölter

 Mit donnerndem Applaus und stehenden Ovationen von gut 60 Anwesenden zogen sich mit dem bisherigen Vorsitzenden Volker Wilmking, seinem Stellvertreter Heiner Wichelmann und Schriftführer Heinz-Werner Kolbe die drei nimmermüden Motoren der Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz nach zwölf beziehungsweise zehn Vorstandsarbeit in die zweite Reihe zurück.

 Die im Rahmen der Jahreshauptversammlung mit breiter Mehrheit gewählten Nachfolger Hans Hermann Strandt (Vorsitzender, 59), Martin Schildmacher (zweiter Vorsitzender, 48) und Wendy Godt (Schriftführerin, 38) sollen nicht nur die Geschicke im 13. Vereinsjahr führen, sie wollen auch frischen Wind und neue Ideen einbringen. Ihnen zur Seite steht dabei mit dem wieder gewählten Schatzmeister Volker Kathöfer ein sehr routiniertes Vorstandsmitglied.

Bis der seit eineinhalb Jahren vorbereitete Wechsel der Verantwortungsträger unter Dach und Fach war, dauerte es allerdings länger als geplant. Nach Antrag von Hanne Heudtlass gab es statt des Votums per Fingerzeig eine geheime Wahl. Das Ergebnis war trotzdem eindeutig. Das Auditorium sprach Strandt mit 54 Ja- und zwei Nein-Stimmen, Schildmacher mit 56 Ja- und 2-Neinstimmen sowie Godt mit 57-Ja- und 1 Nein-Stimme sein deutliches Vertrauen aus. Volker Kathöfer erhielt 59-mal Ja. Strand hatte zuvor die Motivation und Ziele der neuen Mannschaft präsentiert: „Wir treten zusammen als Team an, um die Erfolgsgeschichte der Kulturgemeinschaft fortzuführen. Das, was wir uns alle zusammen aufgebaut haben, muss und wird weiter gehen.“ Ganz klar, sowohl für den Angestellten in der Miele-IT-Abteilung als auch für Martin Schildmacher, Inhaber der Firma „Modus Consult“ und selbst Musiker in der Band „Vraigaist“, ist wichtig, „dass wir unsere Kernmarken nicht nur beibehalten, sondern weiter stärken“. Dazu gehöre, dass die Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz“ weiterhin unter der umfassenden Klammer eines bürgerschaftlichen Engagements geführt werde. Nur das garantiere Autonomie und Entscheidungsfreiheit: „Wir müssen ein Mitmachverein bleiben, der magische Momente möglich macht. Wir müssen weiter finanziell unabhängig bleiben und unsere programmatische Eigenständigkeit bewahren, um nicht an der Nabelschnur möglicher Interessenten zu hängen.“

Einher mit dem Verantwortungswechsel gingen zwar einige neue Ideen, aber keine radikale Kursänderungen, erklärte Hans Hermann Strandt. „Es wird weder eine inhaltliche, noch eine musikalische Neuausrichtung geben. Stattdessen werden wir unsere Stärken ausbauen.“ Die Zusammenstellung des Programms bleibe darum in den Händen „unserer bisherigen Programmgruppe, die die gleiche inhaltliche Breite beibehalten wird“, betonte der neue Vorsitzende.

 Wer schon auf nähere Details, beispielsweise zur „Woche der kleinen Künste“ gehofft hatte, muss sich noch gedulden. Immerhin: „Die Woche wird in der gewohnten Qualität stattfinden“, versprach das neue Leitungsteam. „70 Prozent des Programms stehen bereits.“

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