Ein Garten, in dem das Glück gedeiht
Bild: Pieper
Üppiges Grün in einem märchenhaft angelegten Garten, der immer für eine Überraschung gut ist. Das ist das Paradies von Günter und Irmgard Specht an der Strotheide.
Bild: Pieper

 Aber was soll man auch von einem erwarten, der sich als „Konzeptbäcker“ oder als „Direktor virtueller Ausstellungshallen“ zu erkennen gibt? Von einem Sachensucher und -finder, einem selbst ernannten Vorsitzenden „der imaginären Gruppe der poetischen Aufstände“? Keine Frage, der Gütersloher Günter Specht, von Haus aus Grafiker und Retuscheur, ist ein Mann, der nach eigenem, augenzwinkerndem Bekunden „Alltagswahrheiten mit wahrheitsfreier Materie“ zu einem satirisch-wohlwollenden Kulturcocktail zu mixen versteht. Und das am liebsten in seinem Garten.

 In den 70er-Jahren haben Günter Specht und seine Frau Irmgard an der Strotheide gebaut. Den Aushub vom Haus schoben sie zu einem kleinen Berg zusammen und beschlossen, drumherum einen Garten anzulegen, in dem alle Wege sich irgendwo hinter dem Hügel verlieren sollten. „Immer gleich zu sehen, wo man ankommt, wenn man sich mal auf den Weg macht, ist doch langweilig“, war und ist sich das Paar einig.

Und so spaziert man von einer Idylle zur nächsten, kaum dass man vom Wohnzimmer auf die dichtbewachsene Terrasse getreten ist, an der sich noch einigermaßen zivilisiert die reich bestückten Rosenbüsche, Kaiserwinde, Rittersporn und Blutweiderich drängen. Und das so dicht, dass nicht einmal der Giersch eine Chance hat.

Nur wenige Schritte weiter, unterm riesigen, schattenspendenden Trompetenbaum (Catalpa) ist der Ausblick schon wieder ein ganz anderer: Eingebettet in mächtige Herkules-Stauden und gesäumt von fleischigen Schaublättern ruht still ein kleiner See – über den die Libellen wie Elfen schwirren. Gleich dahinter wölben sich – verziert von Japan-Anemonen – verschiedene Bambusarten zur grünen Kathedrale auf. Durch deren dichte, dunkle Gänge gelangt man – vorbei an einem Stuhl, der laut eifrigem Bekunden des spitzbübisch lächelnden Hausherrn jeden Platznehmenden unsichtbar macht – in einen Gemüse- und Nutzgarten. „Nützlich vor allem für die Schnecken“, sagt Günter Specht fröhlich. Er ist sich sicher, dass ihnen in diesem Jahr besonders die jungen Kohlrabipflänzchen bestens geschmeckt haben. Ihm bleiben ja immer noch all die Zucchinis und Bohnen und Tomaten und Gurken und Kartoffeln, und, und, und. . .

Den kompletten Text lesen Sie in der Gütersloher „Glocke“ vom 6./7. August.

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