Ein Kautschukboden für das Kesselhaus
Mit schwerem Gerät im Einsatz: Heinz Küpper (links) und Ronald Flader fräsen den Boden im Veranstaltungsbereich der Weberei ab. Später wird ein Kautschukboden aufgetragen.

 „Im Veranstaltungsbereich wird außer in der großen Halle der Belag ausgewechselt“, erklärt Karsten Weishaar, Geschäftsführer der Weberei. Der Boden sei jahrzehntelang stark beansprucht worden. Zuletzt seien immer wieder Löcher aufgerissen, die nur notdürftig repariert wurden. Ronald Flader und Heinz Küpper, Schleifer der Firma Kottmann, mussten beim Abtragen des Epoxitharz-Belags an einigen Stellen nur noch wenige Millimeter entfernen. „Teilweise mussten wir aber auch fünf Zentimeter abfräsen“, sagt Ronald Flader. „Die Löcher waren auch für die Besucher eine Gefahr“, fügt Haustechniker Robert Overend hinzu. Als neuer Belag wird in den kommenden Tagen eine Kautschukmasse im Kesselhaus, im Raucherbereich und im Foyer aufgetragen. Bis zum 23. November sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Konzerte, Lesungen und Adults-Only-Party finden trotzdem statt, betont Weishaar.

Dach abdichten

Weitere Maßnahmen auf dem Sanierungsplan für die Weberei sind das Dach des Bauteils 5 sowie die Toiletten im Veranstaltungsbereich. „In den Räumen im Bauteil 5 läuft das Wasser die Wände hinunter“, sagt Robert Overend. „Die Reparatur ist dringend notwendig.“ Die Toilettenanlagen seien völlig veraltet und vor allem viel zu klein. Das bestätigt auch Heike Schindler, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Immobilienmanagement bei der Stadt. Für die Sanierung des Dachs sind in den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr 195 000 Euro eingestellt. Die aktuelle Erneuerung der Böden auf einer Fläche von rund 280 Quadratmetern gilt als Bauunterhaltung und kostet 40 000 Euro.

Gesicherter Mülllagerplatz

Außerdem hat die Stadt auf einem Grundstück hinter dem Umspannwerk an der Weberei einen gesicherten Mülllagerplatz angelegt. „Nachdem in diesem Sommer der Müll an der Weberei in Brand gesteckt wurde, ist das notwendig geworden“, erklärt Heike Schindler. 10 000 Euro hat die Anlage gekostet. Die Toiletten sollen im kommenden Jahr erneuert werden. Und damit die Anwohner an der Weberei bei Partys und Konzerten nicht mehr von gefühltem Höllenlärm belästigt werden, hat es in diesem Jahr auch neue Türen gegeben – schalldicht – für eine gute Nachbarschaft.

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