Ein prall gefüllter Theaterspielplan
Bild: Pieper
Fünf Jahre neues Theater Gütersloh wollen gefeiert sein: Christian Schäfer und Karin Sporer als künstlerische Leiter und Programmmacher liefern dafür einen prall gefüllten Spielplan. Auch zwei Eigeninszenierungen wird es geben.
Bild: Pieper

 Der Auftakt wird märchenhaft und sicherlich turbulent: Am Sonntag, 16. August, findet das Kinderkulturfest „Donnerlüttken“ im und am Theater zum Thema „1001 Nacht“ statt. Die offizielle Saisoneröffnung wird ganz ernsthaft, aber in luftig-leichter Inszenierung vom Staatsschauspiel Dresden mit Lessings „Miss Sara Sampson“ am Samstag, 5. September, bestritten.

Außer diesem bürgerlichen Trauerspiel werden als Klassiker Kleists „Amphitryon“ vom Schauspielhaus Bochum, Ibsens „Die Wildente“ in der Version des Mannheimer Nationaltheaters und „Faust I“ in der mehrfach ausgezeichneten Co-Produktion des Hamburger Thalia Theaters und der Salz- burger Festspiele zu sehen sein.

Vergnügliches bietet das Berliner Theater am Kurfürstendamm mit Daniel Kehlmanns „Der Mentor“ (Titelrolle: Volker Lechtenbrink) und Frank Wittenbrinks Comedian-Harmonists-Geschichte „Café ohne Aussicht“. Das Düsseldorfer Schauspielhaus kommt mit Tim Firths „Vier Männer im Nebel“, das Schauspiel Leipzig mit Peter Shaffers „Komödie im Dunkeln“, das Renaissance-Theater Berlin mit „Unwiderstehlich“ (mit Tatort-Kommissar Boris Aljanovic) und das Altonaer Theater serviert „Die Reifeprüfung“ mit Helen Schneider.

Das wohl bislang größte Bühnenbild im Theater Gütersloh wird die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin für ihr Stück „Tessa Blomstedt gibt nicht auf“ mitbringen. Der zigfach ausgezeichnete Erfolgsregisseur Christoph Marthaler liefert ein hochunterhaltsames „Testsiegerportal mit Live-Musik“, das nicht nur das Publikum „atemlos“ zurücklassen wird.

Tipps

„Szene“-Beilage:  Passend zum Start des Abo-Verkaufs bringt die „Glocke“ am Donnerstag, 14. Mai, ihre nächste „Szene“-Theaterbeilage mit allen Details zum Spielplan 2015/16 heraus.

Abo-Verkauf: Abonnements sind ab Samstag, 16. Mai, bei Gütersloh Marketing , Berliner Straße 63, erhältlich.

 Einzelkarten:  Tickets im Vorverkauf für die Aufführungen und Konzerte sind ab Samstag, 13. Juni, in allen „Glocke-Geschäftsstellen und bei Gütersloh Marketing erhältlich.

Erstmals hat das Theater Gütersloh eine Auftragsarbeit vergeben: Autor Christian Hansen, Absolvent von Peter Zadeks „Was ihr wollt“-Akademie, schreibt noch an „einer vorsätzlich dummen Neubearbeitung“ der „Schildbürger“. Theaterchef Christian Schäfer inszeniert - bislang nicht wissend, wie viel Lokalkolorit Hansens Suche nach den Urenkeln der legendären Einfaltspinsel bieten wird. Die Uraufführung ist am Samstag, 19. September – mit anschließender Premierenparty.

 Die Bremer Shakespeare Company zeigt sich mit „Wassergeräusch“, einem Stück zur aktuellen Flüchtlingsproblematik, diesmal von einer ernsthaften Seite, Die Inszenierung gehört wie auch „Die deutsche Ayse“ vom Theater Münster zu den sogenannten „Brennpunkt“-Stücken, mit denen nicht zuletzt das junge Publikum für aktuelle Themen sensibilisiert werden soll.

Weltklasse-Ballett und Tango-Oper

Die Opernfreunde dürfen sich auf Mozarts Frühwerk „Die Gärtnerin aus Liebe“ vom Landestheater Detmold, Verdis „Simon Boccanegra“ vom Theater Osnabrück und den „Barbier von Sevilla“ vom Theater für Niedersachsen freuen. Für Astor Piazzollas Tango- Oper „Maria de Buenos Aires“ in der vom „Nestroy“- und „Faust“-Preisträger Andreas Kriegenburg erarbeiteten Inszenierung für das Theater Bremen werden eigens 20 Tango-Paare erwartet.

Auf vielfachen Publikumswunsch wird auch der leichten Muse mit den Operetten „Die Fledermaus“ und „Im weißen Rössl“ gefrönt. Musicalfans dürften unter anderem bei Cy Colemans „City Of Angels“ von der Folkwang Universität Essen auf ihre Kosten kommen.

 Ein weiterer Höhepunkt im Spielplan: Das weltweit gefeierte Ballett an Rhein kommt mit Martin Schläpfers umwerfender Choreographie „7“ zu Mahlers Symphonie Nr. 7 e-Moll (25./26. Februar). Das just gegründete NRW-Junior-Ballett bestreitet mit einem eigens für Gütersloh zusammengestellten Programm die Silvester-Gala, und auch die Juniorcompany des Bayrischen Staatsballetts gibt ihre Visitenkarte mit zwei Aufführungen ab (30. September/1. Oktober).

Weitere Informationen zum Spielplan und Konzertprogramm im Theater Gütersloh lesen Sie in der Gütersloher „Glocke“ vom 16. April und in der am 14. Mai erscheinenden „Szene“-Theaterbeilage.

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