Eine dritte Kandidatin läuft sich warm
Archivbild: Dinkels
Dr. Anke Knopp, ehemalige Ratsfrau, engagierte Bürgerin und Bloggerin, erwägt eine Kandidatur.
Archivbild: Dinkels

Die Initiative Demokratie wagen, in der sich Anke Knopp seit 2012 engagiert, habe sie gefragt, ob sie sich eine Kandidatur vorstellen könne, erklärt die Politikwissenschaftlerin, die als Projektmanagerin bei der Bertelsmann Stiftung arbeitet. „Für mich ist es die logische Konsequenz dessen, was ich in den vergangenen Jahren gemacht habe“, sagt Knopp.

Als Mitglied der Grünen war sie unter anderem Sprecherin des Ortsverbands, Vorsitzende der Ratsfraktion und Verbandsgeschäftsführerin. 2012 trat sie aus der Partei aus, weil sie mit der Arbeit der schwarz-grünen Ratsplattform nicht zufrieden war. Zudem kritisierte sie eine mangelnde Transparenz der städtischen Haushaltspolitik.

Als Internet-Bloggerin und Mitglied der Initiative Demokratie wagen setzte sich Anke Knopp auch nach ihrem Parteiaustritt für unterschiedliche Themen, die die Bürger der Stadt betreffen, ein. Die Initiative erreichte zum Beispiel, dass der Versuch eines Bürgerhaushalts in Gütersloh gestartet wurde. Aktuelles Thema der Organisation ist zurzeit der Ausbau der Breitbandversorgung in der Dalkestadt. „Ich bin auch ohne Amt und Mandat politisch aktiv und häufig sehr kritisch“, betont Knopp. Als Kandidatin für das Bürgermeisteramt wolle sie jetzt auch entsprechende Verantwortung übernehmen.

Weil das Amt lebensverändernd sei, habe sie jedoch zunächst den Familienrat einberufen, erklärt Anke Knopp. Von ihrem Lebenspartner und ihrem 19-jährigen Sohn habe sie grünes Licht bekommen. „Mein Sohn hat im vergangenen Jahr Abitur gemacht und sammelt jetzt Erfahrungen in Australien. Er hat sich kürzlich gemeldet und gesagt: ,Das ist gut, mach das.‘“ Durch diese Unterstützung fühle sie sich gestärkt. „Ich möchte als Bürgermeisterin daran mitarbeiten, die Stadt auch strukturell zu verändern. Man darf den Status Quo nicht nur erhalten. Sonst verpasst man den Anschluss.“

Bereits nominiert ist der Bankkaufmann Matthias Trepper für die SPD, und die CDU hat Stadtbaurat Henning Schulz benannt.

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