Eine mitreißende Black-Gospel-Party
Bild: Borowi
Aus New York nach Gütersloh: der Chor „The Best of Black Gospel“ in der Martin-Luther-Kirche.
Bild: Borowi

Der aus New York angereiste Originalchor „The Best of Black Gospel“  bot eine fast zweistündige, fulminante Show. „Gospelmusik ist viel Spaß. Klatschen, Singen und Tanzen, all das ist Gospel. Langeweile ist hier fehl am Platz“, machte Samuel Franklin, Chorleiter und Schlagzeuger in Personalunion, gleich eingangs deutlich. Damit war allen klar: Mitmachen war gewünscht.

Bereits das erste Lied „Holy“, von einer stimmgewaltigen Sängerin dargeboten, zog das Publikum in seinen Bann. Eine Faszination, die sich während des ganzen Konzerts hielt und die Zuhörer nicht mehr losließ. Das breitgefächerte Repertoire des Chors animierte geradezu zum Mitklatschen, Singen und auch zum Tanzen. Das Ensemble präsentierte vor allem bekannte Lieder aus dem facettenreichen Genre, darunter „Amazing Grace“, „Take my hand“, „Precious Lord“, aber auch das kirchliche „Ave Maria“. Und auch traditionelle Negro Spirtuals wie „Kumbaja, my Lord“ sowie verschiedene Lieder der Sklavenbewegung durften nicht fehlen.

Besonders zu erwähnen ist der Solist Keith Elliot Munnerlyn, Sohn eines Pfarrers, der schon mit Stevie Wonder auf US-Tournee war und mit Künstlern wie den Weather Girls oder Xavier Naidoo aufgetreten ist. Ein Vokalakrobat, der das Gütersloher Publikum mit seinem umfangreichen Stimmvolumen zu begeistern wusste. Er brachte die Kirche sowohl mit erstaunlich tiefen Tönen zum Erzittern als auch mit besonders hohen im feinsten Falsett.

 Non stop verbreiteten die fantastischen Akteure ein musikalisches Gute-Laune-Feuerwerk und pure Lebensfreude. Mit roten Händen vom Applaudieren, aber beschwingt und in bester Stimmung, trat man nach dieser mitreißenden Gospel-Party den Heimweg an.

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