Einstimmig für die dritte Gesamtschule
Schule für den Norden: Auf der Grundlage der Variante Umbau und Erweiterung der Hauptschule Nord (um die farbigen Flächen) wird der Architektenwettbewerb ausgelobt.

Die im nächsten Sommer schließende Hauptschule soll zu diesem Zweck in vier Bauabschnitten bis 2023 bei laufendem Betrieb umgebaut und erweitert werden (Variante 2). Geschätzte Kosten: 27 Millionen Euro. Die Zustimmung des Stadtrats am Donnerstag, 13. Juli, ist damit nur noch eine Formsache.

Unter den gegebenen Varianten sei diese die beste, sagte Bernd Nickella (Bündnis 90/Die Grünen). „Der Preis ist nicht ganz so günstig, wie wir uns das mal gedacht hatten“, räumte Nickella ein. Die Grünen begrüßten den Passivhausstandard. Im Gütersloher Norden sei eine dynamische Entwicklung zu beobachten. „Wir hoffen, dass möglichst viele Kinder angemeldet werden“, sagte der Grüne. Seine Fraktion sei davon überzeugt.

„Wir stimmen richtig gerne zu“, sagte Dr. Martin Goecke (SPD). Ihn interessierte besonders die Nachnutzung für die Freiherr-vom-Stein- und die Grundschule Neißeweg.

Die Realschule laufe noch bis 2023, im letzten Schuljahr nur noch mit dem Zehner-Jahrgang, sagte Dezernent Joachim Martensmeier. Eine reine Massenstudie des Fachbereichs Hochbau habe ergeben, „dass man dort sowohl die Grundschule Neißeweg als auch eine Kindertagesstätte unterbringen könnte. Es gibt aber noch andere Optionen, die wir prüfen, über die wir heute noch nicht berichten können“, so Martensmeier. Für den Raumbedarf der Grundschule müsse entweder eine „Zwischenlösung mit mobilen Elementen“ oder – wenn sie dort bleibe – eine andere Lösung gefunden werden, die auch die weitere Wohnentwicklung im Norden berücksichtige.

Die Variante 2 sei unter pädagogischen, schulorganisatorischen und baulichen Gesichtspunkten die richtige Variante, sagte Ingrid Hollenhorst (CDU). Wichtig seien jetzt die Ausrichtung der Schule und die Leitung. Auch die beiden anderen Schulstandorte müssten nun angepackt werden.

Für die BfGT sah sich Sylvia Mörs durch das Ergebnis der Variantenuntersuchung „bestätigt“. Norbert Bohlmann sah für die UWG die bisherigen „Bedenken ausgeräumt“. Die Ausschussvorsitzende Susanne Kohlmeyer (SPD) sprach von einer nicht alltäglichen Entscheidung: „Das ist schon ein besonderer Moment.“

Martensmeier kündigte an, die Verwaltung werde schnellstens den Kontakt zu externen Fachleuten suchen, um zu klären, wie eine pädagogische Schularchitektur gestaltet werden könne. Das Raumprogramm beruhe auf dem einer Ersatzschule ergänzt um Räume für die Inklusion und Differenzierung. Das pädagogische Profil sei erarbeitet und im März im Bildungsausschuss diskutiert worden. Martensmeier: „Wir haben versucht, einen Rahmen zu setzen, aber die künftige Schulleitung nicht einzuengen.“ All diese Aspekte würden zusammen in den Auslobungstext für den Architektenwettbewerb einfließen. Mit der Durchführung soll nach dem Ratsbeschluss am 13. Juni ein Büro beauftragt werden.

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