Elisabeth-Carré nimmt Konturen an
Investieren in die Zukunft: Geschäftsführer Dr. Stephan Pantenburg (links) und Pfarrer Elmar Quante, Vorsitzender des Verwaltungsrats.   Bild: Dinkels

Unter den Gästen befanden sich auch zahlreiche niedergelassene Mediziner. Weder Größenwahn noch der Wettbewerb mit dem Klinikum Gütersloh hätten den Ausschlag für den Neubau gegeben, sagte Pfarrer Elmar Quante, Vorsitzender des Verwaltungsrats des katholischen Krankenhauses.

Es sei vielmehr die Absicht gewesen, ein medizinisches Kompetenzzentrum mit direkter Anbindung an das Krankenhaus zu schaffen. Er wünschte der Einrichtung „eine Atmosphäre, in der sich jeder geborgen fühlt und verstanden weiß“ – trotz der Dimensionen. Immerhin beträgt die Nutzfläche einschließlich Kellergeschoss mehr als 9000 Quadratmeter.

„Wir bauen ein Stück Zukunft“, sagte Geschäftsführer Dr. Stephan Pantenburg. Zusammen mit den anderen freiberuflich tätigen Praxen auf dem Klinik-Gelände wachse ein „Campus nach universitärem Vorbild“, auf dem verschiedene medizinische Spezialisten zusammenwirkten. Die Fertigstellung ist für den Sommer nächsten Jahres geplant.

Was die Namen der Mediziner und Therapeuten anbelangt, die in das Ärztehaus einziehen wollen, hält Pantenburg sich bedeckt. Noch nicht alle hätten ihre Mitarbeiter informiert. Im Erdgeschoss sollen es ein Neurologe und ein Logopäde sein. Hinzu kommt eine Apotheke. Im ersten Obergeschoss wird das ambulante Operationszentrum untergebracht, das von niedergelassenen und Krankenhausärzten gleichermaßen genutzt werden soll. Hinzu kommt eine Praxis für Anästhesie und Schmerztherapie. Auch die Endoskopie des Hospitals wird in der Etage ihren Platz haben, ebenso wie eine orthopädische Fachpraxis. Im dritten Obergeschoss soll ein Augendiagnostikzentrum angesiedelt werden.

Die Pläne für den Neubau stammen von Büro Dr. Ludes in Recklinghausen. Die Bauleitung hat die Gütersloher Architektin Birgit Melisch.

Je mehr Patienten das Hospital und das angeschlossene Ärztehaus besuchen, desto mehr Parkplätze werden benötigt. Nach dem Neubau einer Parkpalette ist nun geplant, ein weiteres Parkdeck mit rund 150 Stellplätzen zu errichten, wie Pantenburg am Rand des Richtfests mitteilte. Die Parkplätze am Hospital sind seit geraumer Zeit kostenpflichtig.

Pantenburg: „Durch den zentralen Stadtring und die Bushaltestelle besteht für die Bevölkerung der Stadt Gütersloh sowie der Nachbarstädte eine optimale Verkehrsanbindung.“

SOCIAL BOOKMARKS