Erfolgsbilanz der Reinhard-Mohn-Stiftung
Bild: Bojak
Stellten die Projektarbeit der Stiftung vor: (v. l.) Dr. Erkan Uysal (Vorstand), Professor Dr. Sabine Hornberg (TU Dortmund), Christoph Mohn (Vorstandsvorsitzender) und Uwe Heidemann (Leiter der Hauptschule Nord).
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Mit dem Projekt „Heterogenität und individuelle Förderung“ der Hauptschule Nord ist das gelungen. „Wir haben immer 50 Prozent, manchmal sogar 60 Prozent unserer Schulabgänger am ersten Ausbildungsmarkt untergebracht“, berichtete Schulleiter Uwe Heidemann beim Gespräch im Bertelsmann Corporate Center.

Schulstrukturen an die Bedürfnisse der Schüler angepasst

2011 sei das Projekt an der Hauptschule Nord angelaufen, erläuterte Heidemann. Kurze Zeit später habe Christoph Mohn, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, angefragt, ob die Hauptschule Unterstützung gebrauchen könne. „Wir haben natürlich ja gesagt“, sagte Heidemann mit einem Schmunzeln. Ziel der Arbeit sei es, die Schulstrukturen so zu verändern, dass Schüler mit unterschiedlichen Leistungsstrukturen zusammengebracht werden können und jeder individuelle Förderung erhält. Aktuell haben rund 93 Prozent der Schüler an der Hauptschule Nord einen Migrationshintergrund. Die Stiftung förderte das Projekt von 2012 bis 2017 mit 170 000 Euro. Die wissenschaftliche Begleitung übernahm die Technische Universität (TU) Dortmund.

Erprobte Strukturen übertragen

„Die Hauptschule Nord leistet mit ihrem Konzept einen wichtigen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit“, sagte Professor Dr. Sabine Hornberg von der TU Dortmund am Dienstag zusammenfassend. Defizite aus der Grundschule seien ausgeglichen worden. Die Schüler selbst hätten angegeben, dass sie sich durch die Projektarbeit in der Schule besser integriert fühlten. Die Hauptschule Nord läuft zwar zum Ende des Schuljahrs aus, die dort erprobten Strukturen sollen jedoch auch von anderen Einrichtungen übernommen werden.

Stiftung fördert insgesamt 15 Projekte

Die Reinhard-Mohn-Stiftung konzentriert sich auf regionale Projekte in Ostwestfalen. Insgesamt 15 werden in Zusammenarbeit mit 150 Schulen, Kindertagesstätten und Berufskollegs umgesetzt. „Im vergangenen Jahr hat die Stiftung dafür insgesamt 730 000 Euro zur Verfügung gestellt“, erläuterte Christoph Mohn. 2017 werde eine ähnliche Summe aufgewendet. Seit Beginn der Stiftungsarbeit 2010 seien 2,8 Millionen Euro in Projekte geflossen, die mit verschiedenen Kooperationspartnern umgesetzt würden. Im Aufbau befindet sich das Programm „Digitalisierung an Schulen“, das im Frühjahr detailliert vorgestellt werden soll.

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